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kommenheit in christlichem Berufe. Man streift durch einHospital oder das Findelhaus von Paris, und kann sich einereleganten Rührung über die Reinlichkeit und liebevolle Pflege,und die Entsagung der barmherzigen Schwestern nicht enthalten,deren christliche Aufopferung selbst diesen Häusern des Ekels undSchauders für die Weltleute den Beigeschmack von unmuthigemErnste zu geben vermochte. In das Vaterland zurückgekehrt,hängt man dem Ende des babylonischen Reiseberichtes, nachdemman die weltlichen Herrlichkeiten mit geistlichen Greuelmährchenschattirt hat, als Norm an:
„Ja die Hospitalschwestern, die soeurs äs cbnniö, die bliesäs 8k. Vincent, die soeurs äs 8t. IIioinss äs Villsnouve, die soeursäs 8te. Lloi'llie, äs 8t. Oliarlos n. s. w., das sind Klosterfrauen,das sind christliche Anstalten, die ich mir gefallen lasse, das istnoch eine nützliche Anstalt der Kirche, die muß maw einführen, diemüßten wir hier haben, es ist unbegreiflich, was sie leisten, undsie kosten nicht die Hälfte von dem, was unsere Hospitäler kosten,es ist unbegreiflich, daß man sie nicht überall einführt."
So sprechen alle Jene, welche gern treue, fromme, uner-müdete, christliche Dienstboten haben möchten, ohne selbst dieseneine christliche Herrschaft werden zu wollen. Man hält esfür sehr möglich, alle diese Bequemlichkeiten der Religion zuerhalten, denn man hat Geld und will ja bezahlen, und zwarum so lieber, da es weniger kosten soll. Indem man nichtaufhört, die drei evangelischen Räthe des freiwilligen Gehorsams(Phil. 2, 8. Matth. 19, 27. und Matth. 16, 24), der frei-willigen Armuth (2. Kor. 8, 9. Matth. 19, 27. 2. Kor. 6, 10.Matth. 19, 21), und der freiwilligen Keuschheit (Matth. 19, 12.1. Kor. 7, 25. u. s. w.) in den socialen Erscheinungen zuverhöhnen, in welchen sie uothwendig aus ihrer Natur in denTheilen der Gesellschaft hervorwachsen müssen, welche zn derSonnenseite der ewigen Religionswahrheit gerichtet sind, indem