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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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Ich war so tief gerührt und so gründlich erbaut durch alledie christlichen Liebeswerke, welche ich eben von so vielen gott-geweihten Jungfrauen in stiller Emsigkeit hatte ausüben sehen,daß ich nicht umhin konnte, es darauf zu wagen und das Blattmeines Freundes jetzt schon mit folgender Unterschrift Lügenzu schelten:

Ich nahm das Kreuz und zog durch's Labyrinth,

Das wie ein Garten voll von Dornen war,

Drin saß das Mitleid, ein verschleiert Kind, .

Und weihte sich als Opfer am Altar;

Erhob sich in jungfräulicher Gestalt,

Und war ein Engel und der Satan bebte,

Denn Huld und Treu' und Fleiß that ihm Gewalt,

Wo die geweihte Jungfrau helfend schwebte.

Den Kreuzweg baute sie am Höllcnrande,

Trug dornbckränzt ihr Kreuz dem Herren nach;

Die Rose lehrt erröthen da die Schande,

Der Lilie Reinheit theilt der Sünder Schmach;

Da ward die Sitte Keuschheit, Freundschaft Jesusliebe,

Die Treue Christenthum, die Anmuth Himmelswerber,

Der Glaube Werk, Pflichtweihe ward zum Triebe,

Die Hand der Einfalt Pfleget den BerderberUnd führt Verzweiflung in die Kinderlehre.

Der Unschuld Thränen heilten feile Pest;

Um Jesu Kreuz und Schmach war ihre Ehre,

In seiner Seite war der Taube Nest.

Ihr sah ich zu und nicht den Tagcsheldeu,

Für deren Glorie ward ich taub und blind und lahm,

Und konnte Freundes Drohung Lügen schelten,

Weil besser ich hinwegging, als ich kam."