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niedersteigen und viele Nebenwege wandern, und überall war zuhelfen, zu arbeiten und zu leiden, Irrenden der Weg zu zeigen,Versunkenen herauszuhelfen, ja sie mußte Lahme tragen und selbstWiderwillige mit Gewalt schleppen, und immer hängten sich neueGewichte an das Kreuz, sank sie öfter zu Boden, ging siegebeugter und mühseliger-.
Im Jahre 1823 sagte sie öfter als sonst: „sie könne ihreAufgabe in ihrer Lage nicht lösen, ihre Kräfte reichten nicht zu,ach! wenn sie doch in einem stillen Kloster hätte leben und sterbenkönnen. Gott werde sie bald hinweg nehmen, sie habe ihngebeten, er möge sie dort erflehen lassen, was sie hier zu thunerliege." (Achnliches hatte auch Katharina von Siena, als ihrEnde nahte, sich von Gott erbeten.) Unsere Anna Katharina hatteselbst einst ein Gesicht von ihren Gebetsaufgaben nach dem Todunter Beziehungen, welche zu ihren Lebzeiten nicht bestanden.Das Jahr 1823, als das letzte volle Kirchenjahr, das sieerlebte, brachte ihr unendliche Arbeit. Sie schien alle ihre vollen-deten Aufgaben erfüllen zu wollen, und so löste sie auch dasVersprechen, die ganze Passion zu erzählen, mit ihrer Fasteubetrach-tung in diesem Jahre, welche den Inhalt des Buches vcm bitternLeiden ausmacht. Eben so lebhaft, als an dieser Betrachtung,nahm sie an dem kirchlichen Lebensgeheimnisse dieser Fastenzeitselbst, durch Entsagung und Kampf gegen Versuchung, wie amGeheimnisse jeder andern kirchlichen Festzeit Theil; wenn andersTheilnahme ihre Beziehung auf alles Kirchliche hinreichend bezeich-nen kann, indem das Mysterium jedes Kirchenfestes in ihremseelischen und körperlichen Leben ein sichtbares Zeugniß empfing.Alle kirchliche Handlung und Feier war ihr mehr als eine Erin-nernngsanstalt, Die geschichtliche Grundlage jeder kirchlichenHandlung sah sie als einen Act Gottes in der Zeit zur Herstel-lung der gefallenen Menschheit, und da sie die Acte Gottes alsewige sah, so erkannte sie, daß dieselben, um den: Menschen in