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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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dadurch schon im Verdacht liebeskrank zu sein. Ich hatte vonallem diesen nichts, als Unruhe und Elend, und nur die Freudemeines Mannes an meiner Gestalt hielt mich ab, mich an meinerLarve zu vergreifen und mich auf irgend eine Weise zu entstellen.Oft fragte ich ihn, ob er denn an meinem Herzen und gutenWillen nicht genug habe? er möchte mir doch erlauben, meinGesicht, das so vieles Unheil stifte, durch irgend ein beizendesMittel zu verderben. Aber er erwiederte mir immer:SchöneAmelie! ich würde verzweifeln, wenn ich dich nicht mehr ansehen

könntö; ich würde der unglücklichste Mensch sein, wenn ich den

.ganzen Tag m meinem rußigen Laboratorium Vergehens geschwitzthabe, und meine Augen Abends nicht mehr au deinem Anblickerquicken könnte. Du bist der einzige klare Punkt in meinerfinstern Bestimmung, und wenn ich alle meine Hoffnung habenach schwerem Tagewerk zum Rauchfang hinausfliegen sehen,tritt mir alle meine -Hoffnung am Abend in deiner Schönheitwieder entgegen." Er liebte mich zärtlich, aber Gott segnete

unsere Liebe nicht; wir hatten keine Kinder. Als ich ihm meine

Trauer, hierüber einst sehr lebhaft mittheilte, ward er finster undsprach :So Gott will, und mir nicht Alles mißlingt, wirduns auch diese Freude werden." An einem Abend kam er spätnach Hause, er war ungewöhnlich froh, -und gestand mir, daß erheute mit einem sehr tief eingeweihten Adepten sich unterhaltenhabe, der einen lebhaften Antheil au ihm.und mir zu nehmenscheine, und unsere Wünsche würden bald erfüllt werden. Ichverstand ihn nicht.

Nach Mitkernacht erwachte ich durch ein Geräusch. Ichsah meine Stube voll fliegender, leuchtenden Johanniskäfer; ichkonnte nicht begreifen, wie die Menge dieser Insekten in meineStube gekommen sei. Ich erweckte meinen Mann und fragte ihn:Was das nur zu bedeuten habe? Zugleich sah ich auf-meinemNachttische ein prächtiges venetianisches Glas voll der schönsten