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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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ihm einen Brief an den Doctor Bauhinus und reichte ihmdenselben offen, damit er keine Art von Verdacht schöpfen könne.Er verlies das Haus mit Thränen und nochmaligem Flehenihn nicht zu verrathen.

Im folgenden Jahre um dieselbe Zeit, etwa drei Wochenspäter, als der Bürgermeister mit den Seinigen wieder Nüsse, und sie sich dabei Alle lebhaft an den unglücklichen Alchymistenerinnerten, ließ sich eine Frau bei ihm melden. Er hieß sieHereintreten. Sie war eine Reisende in anständiger Tracht, sietrauerte und schien vom Kummer ganz zerstört, doch hatte sienoch Spuren von großer Schönheit. Der Bürgermeister botihr einen Stuhl an, und stellte ihr ein Glas Wein und einigeNüsse vor. Aber sie gerieth bei dem Anblicke dieser Frucht in eineheftige Erschütterung, die Thränen liefen ihr die Wangen herab:KeineNüsse, keine Nüsse!" sagte sie, und schob den Teller zurück.

Diese ihre Weigerung, mit der Erinnerung an den Alchy-misten, brachte unter den Tischgenossen eine eigene Spannunghervor. Der Bürgermeister befahl dem Diener, die Nüsse sogleichweg zu bringen, und bat die Frau, nach einer Entschuldigung,daß er ihren Abscheu vor den Nüssen nicht gekannt, um dieAngabe des Geschäftes, das sie zu ihm geführt.

Ich bin die Wittwe eines Apothekers aus Lyon," sagtesie,und wünsche, mich hier in Colmar niederzulassen. Dietraurigsten Schicksale nöthigen mich, meine Vaterstadt zu ver-lassen." Der Bürgermeister fragte sie um ihre Pässe, auf daßer versichert sein könne, daß sie ihr Vaterland frei von allengerichtlichen Ansprüchen auf six verlassen habe. Sie übergabihre Papiere, die in der besten Ordnung rvaren, und ihr denNamen der Wittwe des Apothekers , Pierre du Pont, odxr PetrusPontanus gaben. Auch zeigte sie dem Bürgermeister mancherleiAtteste der medizinischen Facultät von Montpellier, daß sie imBesitze der Fabrikationsrczcpte vieler trefflicher Arzneien sei.