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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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sehr bekümmert über das Ausbleiben ihres Mannes, eine Reise-gesellschaft nach Croaticn gesucht, und da sie selbst, nach demTode ihrer Großmutter, zu ihrem Bruder Michaly habe ziehenwollen, hätten , sie sich entschlossen, zusammen zu reisen in männ-licher Kleidung. Frau Tonerl sei in einem Habit ihres Mannesund sie als ungarischer Arzneihändler gereist, bis sie in demDorfe plötzlich von dem Cordon eingeschlossen worden seien, wosie auch Froschauer unter dem Namen-: Wehmüller, ganz inderselben Kleidung vorgefunden, was die arme Tonerl nichtwenig erschreckt habe. Nach vierzehn Tagen sei die Ungeduldund der Mangel der Einwohner, die Wohl Hunger aber keinePest gehabt, über alle Grenzen gestiegen, und so habe sie sichan ihre Spitze gesetzt und den Cordon durchbrochen; das seiihr aber gar leicht geworden, denn die Cordonisten wären, ausFurcht angesteckt zu werden, gleich ausgerissen, als sie mit ihremHaufen unter ihnen erschien.

Nun mußte Froschauer erzählen. Er war eigentlich einguter Schelm und sagte:Lieber Herr - Wehmüller, ich willIhnen die Wahrheit sagen; der Spaß kostet mich 25 Dueatenund meine Braut. Ich bin der Maler Froschauer von Klagen-furt, und liebe die Tochter eines Fleischhauers; das Mädchenaber wählte immer zwischen mir und einem wohlhabenden Sieb-macher, der auch um sie freite. Er setzte dem Vater desMädchens in. den Kopf: Es sei in den kaiserlichen Erblandenkein Maler, der eine Frau ernähren könne, und der überhauptG.enie.habe, als der Wehmüller in Wien, der die ungarischenNationalgesichter male, und der so und so gekleidet gehe; dabeihörte er nicht aufs' von Ihnen und Ihrer Arbeit zu reden, sodaß der alte Fleischhauer und seine Tochter mir endlich erklärten:Sie würden den Siebmacher vorziehen, wenn ich Ihnen inUngarn den Rang nicht abliefe. Und nun wettete ich mit demSiebmacher: daß ich ihm in Jahr und Tag das Mädchen