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lender Dichter, der oft verkannt worden ist. Die berühmtestePerson von Allen war aber der Biolinspieler Michalh, einZigeuner von etwa dreißig Jahren, von eigenthümlicher Schön-heit und Kühnheit, der, wegen seines großen Talents allemögliche Tänze ununterbrochen auf seiner Violine zu erfindenund zu variiren, bei allen großen Hochzeiten im Lande alleinspielen mußte. Er war hieher gereist, um seine Schwester zuerwarten, die bis jetzt bei einer verstorbenen Großmutter gelebtund nun auf der Reise zu ihm durch den Pest-Cordon vonihm getrennt war.
Zu diesen Personen fügte sich noch ein alter croatischerEdelmann, der einen einsamen Hof in der Nähe der türkischenGrenze besaß; er übernachtete hier, von einem Kreistage zurück-kehrend. Ein tyroler Teppichkrämer und sein Reisegeselle, einSavoyardenjunge, dem sein Murmelthier gestorben war, und dersich nach Hause bettelte, machten die Gesellschaft voll, außer deralten Wirthin, die Tabak rauchte und in ihrer Jugend alsAmazone unter den Wurmserschen Husaren gedient hatte. Sietrug noch den Dollman und die Mütze, die Haare in einem Zopfam Nacken und zwei kleine Zöpfe an den Schläfen geknüpft,und hatte hinter ihrem Spinnrad ein martialisches Ansehen.Diese bunte Versammlung saß in der Stube, welche zugleichdie Küche und der Stall für zwei Büffelkühe war, um denlodernden niedern Feuerherd, und war im vollen Gesprächüber den doppelten Wehmüller, als dieser in der Dämmerungan der verschlossenen Hausthüre pochte. Die Wirthin fragtezum Fenster hinaus, und als sie Wehmüllcr sah, rief sie:„Gott steh' uns bei! Da ist noch ein dritter Wehmüller; ichmache die Thür nicht eher auf, bis sie alle Drei zusammenkommen!" Ein lautes Gelächter und Geschrei des Verwundernsaus der Stube unterbrach des armen Malers Bitte um Einlaß.Er nahte sich dem Fenster und hörte eine lebhafte Berath-