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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
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wenn es Zeit sei. Er solle auch das Bild mitnehmen undihm den Schnauzbart etwas spitzer malen, damit es ganzähnlich werde. Wchmüller bat: in seiner Erdhütte einen Briefan sein Tonerl schreiben zu dürfen, und ihm den Brief hinüberzu besorgen. Der Chirurg war es zufrieden. Wehmüller schriebseiner Frau, erzählte ihr sein Unglück, bat sie um Gotteswillen,nicht den falschen Wehmüllcr mit ihm zu verwechseln und liebersogleich ihm entgegen zu reisen. Der Chirurg besorgte denBrief und gab Wehmüller'n noch ein Attestat, daß seine Personeine ganz andere sei, als die des ersten Wehmüllers, und nunkehrte unser Maler, durchgeräuchert wie ein Quarantainebrief,nach der Dorfschenke zurück.

Hier war die Gesellschaft vermehrt. Die Erzählung vondem doppelten Wehmüller hatte sich im Dorf und auf einembenachbarten Edelhof ausgebreitet, und es waren allerlei Leutebei der Wirthin zusammen gekommen, um sich wegen derGeschichte zu befragen. Unter dieser Gesellschaft waren einalter invalider Feuerwerker und ein Franzose die Hauptpersonen.Der Feuerwerker, ein Venetianer von Geburt, hieß Baciochi,und war ein Alles in Allem bei dem Edelmanne, der einenBüchsenschuß von dem Dorfe wohnte. Der Franzose war einMonsieur Devillier, der, von einer alten reichen Ungaringefesselt, in Ungarn sitzen geblieben war; seine Gönnerin starbund hinterließ ihm ein kleines Gütchen, auf welchem er lebte,und sich bei seinen Nachbarn umher mit der Jagd und allerleiLiebeshändeln die Zeit vertrieb. Er hatte gerade eine Kammer-jungfer auf dem Edelhofe besucht, der er Sprachunterrichtgab, und diese hatte ihn mit dem Hofmeister des jungenEdelmanns auf seinem Rückweg in die Schenke begleitet, umihrer Herrschaft von dem doppelten Wehmüller Bericht zuerstatten. Die Kammerjungfer hieß Nanny und der Hofmeisterwar ein geborener Wiener, mit Namen Lindpeindler, ein zartfüh-