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Aber er wartete alle ihre Scrupel nicht ab, und lief wie tollund blind zum Dorfe hinaus und dem Pest-Cordon zu.
Als er eine Viertelmcile auf der Landstraße gelaufenwar, sah er auf dem Stoppelfeld eine Reihe von Rauchsäulenaufsteigen und ein angenehmer Wachholdergernch dampfte ihmentgegen. Er sah bald eine Reihe von Erdhütten und Soldaten,welche kochten und saugen; es war ein Hauptbivouak deö Pest- >Cordons. Als er sich der Schildwache näherte, rief sie ihm ein !schreckliches: „Halt!" entgegen und schlug zugleich ihr Gewehrauf ihn an. — Wehmüller stand wie angewurzelt. Die Schild- ^wache rief den Unteroffizier, und nach einigen Minuten sprengteein Szekler Husar gegen ihn heran und schrie aus der Ferne:„Wos willstu, cpiül vis? Wo kommst her, »nds venis? An .welchen Ort willst du, ac> gnem looum vis? Bist du nicht vorigeWoche hier durchpassirt, es lu Iioo nlleni üebllommia lüo porpas-ssius?" Er fragte ihn so auf Deutsch und Husarculateinischzugleich, weil er nicht wußte, ob er ein Deutscher oder ein ^Ungar sei. Wehmüller mußte aus den letzten Worten des Husarenabermals hören, daß er hier schon durchgereist sei, welche Nach-richt ihm eiskalt über den Rücken lief. Er schrie sich beinahdie Kehle aus, daß er gerade von dem Grafen Giulowitschkomme, daß er in seinem Leben nicht hier gewesen. Der Husaraber lachte und sprach: „Du lügst, montiris! Hast du nicht demHerrn Chirurg sein Bild gegeben, »o,i üeiliäisti Domino Lliirurxoiusm jmaZinom? Daß er durch die Finger gesehen und dichpassiven lasten, ul viäit per llizilos et te keeit passnre? Du bist !zurückgekehrt aus den Pest-Oertern, es relurnaws ex peslikerabslocis!" Wehmüller sank auf die Knie nieder und bat, manmöge den Chirurgen doch herbeirufen. Während dieses Gesprä-ches waren mehrere Soldaten um den Husaren herumgetreten, Izuzuhören; endlich kam der Chirurg auch, und nachdem erWehmüller's Klagen angehört, der sich die Lunge fast wegge-