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werden! Adieu, Lurch, ich brauche keinen Boten, ich will schonallein finden!" Und somit lief er zum offenen Hofthorc mitsolcher Schnelligkeit hinaus, daß ihn weder der nachlaufendeBauer, noch das Geschrei Lmch's einholen konnte.
Nach dieser Scene trat der Graf Ginlowitsch, der Prin-zipal Lmch's, aus dem Schloß, um auf seinen Finkcnherdzu fahren. Lurh erzählte ihm die Geschichte, und der Graf,neugierig mehr von der Sache zu hören, bestieg seinen Wurst-wagen und fuhr dem Maler in vollem Trabe nach. Das leichteFuhrwerk, mit zwei raschen Pferden bespannt, flog über dieStoppelfelder, welche einen festeren Boden als die moorichteLandstraße darboten. Bald war der Maler eingeholt. Der Grafbat ihn aufzusitzen mit dem Anerbieten, ihn einige Meilen bisan die Grenze seiner Güter zu bringen, wo er noch eine halbeStunde nach dem letzten Greuzdorf habe. Wchmüller, der schonviel Grund und Boden an seinen Stiefeln hängen hatte, nahmden Vorschlag mit untcrthänigstcm Dank an. Er mußte einigeZüge alten Slibvwitz aus des Grafen Jagdflasche thun, undfand dadurch schon etwas mehr Muth, sich selbst auf der eignenFährte zu seiner Frau nachzueilen. Der Graf fragte ihn: „Ober denn Niemand kenne, der ihm so ähnlich sei, und so malenkönne wie er?" Wehmüller sagte: „Nein!" und das Portraitängstige ihn am meisten, denn dadurch zeige sich eine Beziehungdes falschen Wehmllller's auf seine Frau, welche ihm besondersfatal werden könne. Der Graf sagte ihm: „Der falsche Weh-müller sei wohl nur eine Strafe Gottes für den ächtenWehmüllcr, weil dieser alle Uugarcn über einen Leisten male, sogäbe es jetzt auch mehrere Wehmüllcr über einen Leisten."Wehmüllcr meinte: „Alles sei ihm einerlei, aber seine Frau,seine Frau, wenn die sich nur nicht irre." Der Graf stellteihm nochmals vor, er möge lieber mit ihm auf seinen Finken-herd und dann zurückfahren; er gefährde, wenn er auch höchst