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„Euer Gnaden selbst," sagte dieser. „Sie wollten nach Stuhl-weißenburg zu Ihrer Liebsten, sagten Euer Gnaden, und denBotenlohn sind mir Euer Gnaden auch schuldig geblieben."
„DaS ist erlogen!" schrie Wehmüller. „Es ist die Wahr-heit!" sagte der Bauer. „Es ist nicht die Wahrheit," sagteLury, „denn dieser Herr ist seit vier Wochen nicht hier weg-gekommen und hat mit mir in einer Stube geschlafen." DerBauer aber wollte von seiner Behauptung nicht abgehen unddrang auf die Bezahlung des Botenlohns, oder die Rückgabedes Portraits, welches sein Pfand sei, und dem er, wenn ernicht bezahle, einen Schimpf anthun wolle. Wehmüller wardaußer sich. „Was?" schrie er, „ich soll für einen Andern dasBotenlohn zahlen oder das Portrait meiner Frau beschimpfenlassen, das ist entsetzlich!" Lury machte endlich den Schieds-richter und sagte zu dem Bauer: „Habt ihr diesen Herrn überdie Grenze gebracht?" „Ja!" sagte der Bauer. —- „Wiekommt er denn wieder hierher, und wie war er die ganze Zeithier?" erwiederte Lurh. „Ihr müßt ihn daher nicht rechttüchtig hinüber gebracht haben, und könnt für so schlechte Arbeitkeinen Botenlohn begehren. Bringt ihn heute nochmals hinüber,aber dermaßen, daß auch kein Stümpfchen hier in Croatienbleibt, und laßt euch doppelt bezahlen." Der Bauer sagte:„Ich bin es zufrieden, aber es ist doch eine sehr heilloseSache; wer von den Beiden ist nun der Teufel, dieser gnädigeHerr oder der Andre? Es könnte mich dieser, der viel wider-spenstiger scheint, vielleicht gar mit über die Grenze holen; auchist der Weg jetzt gesperrt, und der Andre war der Letzte. Ichglaube doch, er muß der Teufel gewesen sein, der bei der Pestzu thun hat." — „Was," schrie Wchmüller, „der Teufel mitdem Portrait meiner Frau? Ich werde verrückt! Gesperrt odernicht gesperrt, ich muß fort, der scheußlichste Betrug mußentdeckt werden. Ach, meine arme Frau, wie kann sie getäuscht
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