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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
Seite
216
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kriecht, ein Barometer, ein Thermometer, ein Perspektiv, einZeichenstuhl, ein chemisches Feuerzeug, ein Reißzeug, ein Blei-stift und das Brauchbarste von allem: eine approbirte hölzerneHühneraugen-Feile angebracht; das Ganze aber war so einge-richtet, daß man die Masse des Inhaltes, durch den Druck einerFeder, aus diesem Stocke wie aus einer Windbüchse seinemFeind auf den Leib schießen konnte. Während Wehmüller diesenStock zusammenrichtete, machte Lurch ihm die lebhaftesten Vor-stellungen wegen der Gefahr seiner Reise, aber er ließ sich nichthalten.So rede wenigstens mit dem Bauer selbst," sprachLurch. Das war Wehmüller zufrieden und ging, ganz zum

Abmärsche fertig, hinab. Kaum aber waren sie in die Schenkegetreten, als der Bauer zu ihm trat und ihm den Aermelküssend sagte:Nu, gnädiger Herr, wie kommen wir schonwieder zusammen? Sie hatten sa eine solche Eile nach Stuhl-weißenburg, daß ich glaubte, Euer Gnaden müßten bald dort !

sein." Wehmüller verstand den Bauer nicht, der ihm versicherte:daß er ihn mit derselben blechernen Büchse auf dem Rücken,und demselben langen Stocke in der Hand, nach der ungarischenGrenze geführt habe, und zwar zu rechter Zeit, weil kurz I

nachher der Weg vom Pest-Cordon geschlossen worden sei,wobei der Mann ihm eine Menge einzelne Vorfälle der Reiseerzählte, von welchen, wie vom Ganzen, Wehmüller nichtsbegriff. Da aber endlich der Bauer ein kleines Bild hervorzogmit den Worten:Haben Euer Gnaden mir dieses Bildchen,das in Ihrer Büchse keinen Platz fand, nicht zu tragen gegeben,und haben es Euer Gnaden nicht in der Eile der Reise

vergessen?" ergriff Wehmüller das Bild mit Heftigkeit. Es wardas Bild seiner Frau, ganz wie von ihm selbst gemalt, ja, derName Wehmüller war unterzeichnet. Er wußte nicht, wo ihmder Kopf stand. Bald sah er den Bauer, bald Lury, bald da»Bild an.Wer gab dir das Bild?" fuhr er den Bauer an.