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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
Seite
209
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Gerichtete gelegt wurde, nach seiner Wohnung zu fahren, undsie dann nach ihrer Heimath zu bringen und das Begräbniß zubesorgen. Da während dem seine Adjutanten mit Pferdengekommen waren, sagte er noch zu mir:Geben Sie meinemAdjutanten ihren Namen an, ich werde Sie rufen lassen. Siehaben einen schönen menschlichen Eifer gezeigt." Der Adjutantschrieb meinen Namen in seine Schreibtafel und machte mirein verbindliches Compliment. Dann sprengte der Herzog, vonden Segenswünschen der Menge begleitet, in die Stadt. DieLeiche der schönen Annerl ward nun mit der guten alten Groß-mutter in das Haus des Pfarrers gebracht, und in der folgendenNacht fuhr dieser mit ihr nach der Heimath zurück. Der Offiziertraf, mit dem Degen Grossinger's und einer SchwadronUhlanen, auch daselbst am folgenden Abend ein. Da wurdenun der brave Kasper, mit Grossinger's Degen auf der Bahreund dem Fähndrichs-Patent, neben der schönen Annerl zurSeite seiner Mutter begraben. Ich war auch hingeeilt undführte die alte Mutter, welche kindisch vor Freude war, aberwenig redete; und als die Uhlanen dem Kasper zum drittenMal ins Grab schössen fiel sie mir todt in die Arme. Sie hatihr Grab auch neben den Ihrigen empfangen. Gott gebe ihnenAllen eine freudige Auferstehung!

Sie sollen treten auf die Spitzen,

Wo die lieben Engelein sitzen,

Wo kömmt der liebe Gott gezogen,

Mit einem schönen Regenbogen;

Da sollen ihre Seelen vor Gott bestehn,

Wann wir werden zum Himmel eingehn! Amen.

Als ich in die Hauptstadt zurück kam, hörte ich: GrafGrossinger sei gestorben, er habe Gift genommen. In meinerWohnung fand ich einen Brief von ihm. Er sagte mir darin:lV. 14