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und siel auf die Leiche hin zur Erde. „Tödtet mich, tödtet mich,ihr Menschen! Ich habe sie verführt, ich bin ihr Mörder!"
Eine rächende Wuth ergriff die Menge. Die Weiber undJungfrauen drangen heran und rissen ihn von der Leiche, undtraten ihn mit Füßen, er wehrte sich nicht; die Wachen konntendas wüthende Volk nicht bändigen. Da erhob sich das Geschrei:„Der Herzog, der Herzog!" — Er kam im offenen Wagengefahren', ein blutjunger Mensch, den Hut tief ins Gesichtgedrückt, in einen Mantel gehüllt, saß neben ihm. Die Men-schen schleifen Grossinger herbei: „Jesus, mein Bruder!" schrieder junge Offizier mit der weiblichsten Stimme aus dem Wagen.Der Herzog sprach bestürzt zu ihm: „Schweigen Sie!" Ersprang aus dem Wagen, der junge Mensch wollte folgen; derHerzog drängte ihn schier unsanft zurück; aber so befördertesich die Entdeckung, daß der junge Mensch die, als Offizierverkleidete, Schwester Grossinger's sei. Der Herzog ließ denmißhandelten, blutenden, ohnmächtigen Grossinger in den Wagenlegen, die Schwester nahm keine Rücksicht mehr, sie warf ihrenMantel über ihn. Jedermann sah sie in weiblicher Kleidung.Der Herzog war verlegen; aber er sammelte sich, und befahl,den Wagen sogleich umzuwenden, und die Gräfin mit ihremBruder nach ihrer Wohnung zu fahren. Dieses Ereigniß hattedie Wuth der Menge einigermaßen gestillt. Der Herzog sagtelaut zu dem wachthabenden Offiziere: „Die Gräfin Grossingerhat ihren Bruder an ihrem Hause vorbei reiten sehen, denPardon zu bringen, und wollte diesem freudigen Ereignißbeiwohnen; als ich zu demselben Zwecke vorüber fuhr, stand sieam Fenster und bat mich, sie in meinem Wagen mitzunehmen,ich konnte es dem gutmüthigen Kinde nicht abschlagen. Sienahm einen Mantel und Hut ihres Bruders, um kein Aufsehenzu erregen, und hat, von dem unglücklichen Zufall überrascht,die Sache gerade dadurch zu einem abenteuerlichen Scandale