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Sie in die Wache werfen. Sie sind ein Phantast, Sie kennenkeine Verhältnisse."
„O ich kenne Verhältnisse, schreckliche Verhältnisse! Ichmuß zum Herzoge, jede Minute ist unerkauflich!" versetzte ich.„Wollen Sie mich nicht gleich melden, so eile ich allein zu ihm."
Mit diesen Worten wollte ich nach der Treppe, die zu denGemächern des Herzogs hinaufführte, als ich den nämlichen, ineinem Mantel Verhüllten, der mir begegnete, nach dieserTreppe eilend, bemerkte. Grvssinger drehte mich mit Gewaltum, daß ich diesen nicht sehen sollte. „Was machen Sie,Thörigcr!" flüsterte er mir zu. „Schweigen Sie, ruhen Sie.Sie machen mich unglücklich."
„Warum halten Sie den Mann nicht zurück, der da hinaufging?" sagte ich. „Er kann nichts Dringenderes vorzubringenhaben, als ich. Ach, es ist so dringend, ich muß, ich muß!Es betrifft das Schicksal eines unglücklichen, verführten, armenGeschöpfes."
Grossinger erwiederte: „Sie haben den Mann hinaufgehensehen; wenn Sie je ein Wort davon äußern, so kommen Sievor meine Klinge. Gerade, weil Er hinauf ging, können Sienicht hinauf, der Herzog hat Geschäfte mit ihm."
Da erleuchteten sich die Fenster des Herzogs. „Gott, erhat Licht, er ist auf!" sagte ich. „Ich muß ihn sprechen, umdes Himmels willen, lassen Sie mich, oder ich schreie Hilfe."
Grossingcr faßte mich beim Arm und sagte: „Sie sindbetrunken, kommen Sie in die Wache; ich bin Ihr Freund,schlafen Sie aus und sagen Sie mir das Lied, das die Alteheute Nacht an der Thüre sang, als ich die Runde führte; dasLied interessirt mich sehr."
„Gerade wegen der Alten und den Ihrigen muß ich mitdem Herzoge sprechen!" rief ich aus.
„Wegen der Alten?" versetzte Grossingcr. „Wegen der