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gesagt: ich wolle sie nach Haus bringen; doch sie redet ganzverwirrt, ja sie muß wohl betrunken sein. — Ich glaube, sieist blödsinnig. Aber hier kann sie doch in keinem Falle bleiben,"wiederholte Jener, „die Nacht ist kühl und lang."
Während allem diesem Gerede war die Alte, gerade als obsie taub und blind sei, ganz ungestört mit ihrer Zubereitungfertig geworden, und da der Letzte abermals sagte: „Hier kannsie doch nicht bleiben," erwiederte sie mit einer wunderlich tiefenund ernsten Stimme:
„Warum soll ich nicht hier bleiben, ist dies nicht einherzogliches Haus? Ich bin acht und achtzig Jahre alt, undder Herzog wird mich gewiß nicht von seiner Schwelle treiben.Drei Söhne sind in seinem Dienste gestorben, und mein einzigerEnkel hat seinen Abschied genommen; — Gott verzeiht es ihm ^gewiß, und ich will nicht sterben, bis er in seinem ehrlichenGrabe liegt."
„Acht und achtzig Jahre und sechs Meilen gelaufen!"sagten die Umstehenden, „sie ist müd' und kindisch, in solchemAlter wird der Mensch schwach."
„Mutter, Sie kann aber den Schnupfen kriegen und sehrkrank werden hier, und Langeweile wird Sie auch haben," sprachnun einer der Gesellen und beugte sich näher zu ihr.
Da sprach die Alte wieder mit ihrer tiefen Stimme, halbbittend, halb befehlend:
„O, laßt mir meine Ruhe, und seid nicht unvernünftig;ich brauch' keinen Schnupfen, ich brauche keine Langeweile; esist ja schon spät an der Zeit, acht und achtzig bin ich alt, derMorgen wird bald anbrechen, da geh' ich zu meinen Befreundeten.Wenn ein Mensch fromm ist, und hat Schicksale, und kann beten,so kann er die paar armen Stunden auch noch wohl hinbringen."
Die Leute hatten sich nach und nach verloren, und die letzten,welche noch da standen, eilten auch hinweg, weil der Nachtwächter