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„Salomo du weiser König,
Dem die Geister unterthänig,
Bilde aus dem Nebel mirGleich rein Seidenlöschpapier.
Zephyr soll ein ganzes Bncki,
Wie gewebt aus Wohlgeruch,
Sänftlich zu mir niederhauchenNach Belieben es zu brauchen.
Vieles leg ich auf die Locken,
Bis sie von dem Thaue trocken;
Ein Blatt muß in's Tagbnch hier,
Denn sonst möchte das GeschmierVon dem Bnblcin es beschmutzen,
Ein Blatt mag es selbst benutzen,
Seine Feder auszuputzen.
Ninglcin, Ringlein dreh' dich um,
Schnell ein Fließblatt! bitt' dich drum."
Da kam ein leises, lindes Wehen angeströmt, es hauchtefünf und zwanzigmal, und mit jedem Hauche ward der Himmelblauer, schien die Sonne Heller, und ein wnnderlieblicher geflügelterJüngling schwebte durch die säuselnden Bäume und über diewiegenden Blumenglocken zu mir nieder. Er trug eine Blumen-krone, eine Wolke von Wohlgeruch duftete um ihn, es spielte einBuch des feinsten Seidcnpapiers in seiner Hand, vom Haucheseines Mundes und dem Schlage seiner Flügel durchfachclt. Erüberreichte es mir, spielte in meinen Locken und entschwebte miteinem Seufzer, ohne die Locken meiner Brautjungfern zu berühren,die mit Hyacinthen bekränzt ihm wehmüthige Gedanken erregten.
Ich zählte das Buch Seidenpapier der Ordnung halber, undes waren richtig fünf und zwanzig Bogen von feinem Nebel vorder Sonne getrocknet. Ich hielt einen Bogen vor die Sonne, umdas Papierzeichen kennen zu lernen, und sah das Himmelszeichender Plejaden, der Gluckhenne mit ihren Küchlein darauf abgebildet