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hätte. Graf Gockel erwartete mich am Altar, ich sah ihn nichtan, er ward sehr betrübt über meinen Unmuth, er bat michdringend um die Ursache, ich antwortete nicht. Da ward demAlektrho auf seiner Schulter der Kamm ganz blutroth, und er-ließ drohende Töne hören; — das fand ich impertinent. Daßaber Gallina auf meiner Schulter sich darauf einließ, mit freund-licher Stimme zu antworten, verdroß mich mehr als Alles. —Ich meinte, sie habe mir etwas von meinem Rechte vergeben,und hätte sie schier herabgestoßen. Aber Verena flüsterte: „Dasfromme Hühnlein weiß Alles!" — das verdroß mich wieder.Doch nun trat Jacob von Guise vor den Altar und hielt dieTrauungsrede, und als wir die Ringe wechselten und ich dasJawort sagen wollte, mußte ich so entsetzlich niesen, daß ichselbst und alle Anwesenden in lautes Lachen ausbrachen. Gockeldrehte den Ring mit dem lauten Wunsche: „Zur Gesundheit!"— Da wirkte mein Niesen und Gockel's Prosit plötzlich. DerNebel zerriß, die Sonne stand am blauen Himmel, allerSchnupfen fiel mir wie Schuppen von den Augen, ich war lustigund froh wie ein Kind, und hätte allen Menschen mögen umden Hals fallen. Anfangs ärgerte mich das noch ein wenig,darum mag es hier stehen, aber weil'auch dieser Aerger baldganz abzog — so will ich nichts weiter sagen.
Als wir die Kapelle verließen, gab mir Gockel den RingSalomonis wieder, und ich drehte ihn geschwind mit demWunsche, mein Tagebuch zu haben, um zu sehen, ob mehr darinstehe, als hier geschrieben steht. Da trat auf einmal das Bübleinzu mir hin mit dem Buch. Es bückte sich und wollte Staubvom Boden auf die frische Schrift streuen und dann die Federan den Aermel wischen; ich klopfte ihm aber auf die Finger undsagte: „Pfui," und drehte den Ring Salomonis mit den Worten: