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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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Halskrampf bekommen hätte, denn der Schluchser stellte sich schonein; jedoch Klareta hängte mir die neun Röslein, die ich beimJohannisfcuer erobert hatte, um den Hals, das half so ziemlich.Aber ich mußte alle Augenblicke denken: Wäre ich nicht über dasneunte Feuer gesprungen, so brauchte ich nicht hier im Nebelzu gehn.

Ich werde mein Leben lang an diesen Brautzug denken,wenn ich verdrießlich bin. Man kann sich keine verdrießlichereBraut denken als mich, Alles ärgerte mich, selbst daß ich keineWand sah, an der mich eine Fliege hätte ärgern können.Ach! dachte ich, wäre doch der fatale Ring Salomonis nicht, dermit der Erfüllung aller Wünsche einem schier die Thür einrennt,das plötzliche Glück trifft einen wie ein Schlagfluß, es wird mirNichts zu wünschen übrig bleiben, das ist die größte Armuth.Gockel mag es gut meinen, aber was ist das für eine Heirathüber Hals und Kopf? Alle Schränke sind voll und eingeräumt, undkeinen Faden habe ich gesponnen, gewebt, gebleicht, genäht. Ach,die Freuden einer großen Wäsche sind nun ewig für michverloren! O, unausstehliche Vollkommenheit aller Mobilien>nichts zu besorgen, auszusuchen, zu bestellen; nur wünschen,wünschen, wünschen und auch gleich besitzen o verwünschtesWünschen!

In solchen Jammcrgedanken nahten wir der Kapelle, undich hatte noch eine neue Ursache, mich zu ärgern. Die Braut-geschenke Gockel's zogen mir entgegen, er hatte die GeschenkeSalomo's und der Königin von Saba durch den Ring herbeigewünscht, und das war eine Toilette aus einem goldnen Hahnund einer goldnen Henne bestehend von so kunstreichem Innernund Aeußern, daß mir der Geduldfaden ganz riß, all das Zeuganzusehen.

Was mir in der Kapelle geschah, würde ich hier gar nichtsagen, wenn es nicht meiner Verdrießlichkeit die Krone aufgesetzt