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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
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Die LU'ienfrii'ule'ni.

Führt sternen reine EngeleinDie Braut auf guter Weide,

Durch Lieb' und Leid, bis klar und rein,

Der Geist im Lilienkleide

Sich scheidet von dem Dornenthal

Und mit uns singt beim Hochzeitsmahl:

O Stern und Blume, Geist und Kleid,

Lieb', Leid und Zeit und Ewigkeit!"

Es wird Jedermann leicht einsehen, daß alles dieses mehrzum Weinen als zum Lachen war. Erst die kühlen Nächte aufder Bleiche in Hcnnegau, dann die Geschichte der Kleinodien vonBadntz, dann durch neun Feuer gesprungen, dann die Angst umdie amaranthseidene Decke, dann die lange gewaltsame Entfüh-rung zu Pferd, dann der Kampf unter der Linde, dann dieplötzliche Verlobung durch die Gewalt des Salomonsringes, danndie Jahrhunderte von Meilen lange Traumreise mit Verena zumErndtekranz und das mühselige Weinen von Weizenkörnern fürdas Büblein, dann noch pudelnaß von Thränen aus dem Schlafegeweckt durch ein wehklagendes Hochzeitslied, dann in den linkenPantoffel zuerst geschlüpft, dann den Kopf durchs Fenster hinausin den kalten Nebel, wie in einen nassen Mehlsack gesteckt, dannmühselig eingeschnürt in der verstorbenen Mutter Brautkleid,das mir viel zu eng ist, dann hinter der Sterbedecke meinerMutter her, auf der auch ich einst sterben sollte, durch denkalten Nebel von lamentabelm Gesänge begleitet. Sollte ichnicht schwer und krank und müde sein, und den Schnupfen ganzentsetzlich haben?

Das Fatalste war noch, daß das Hühnlein Gallina ganznaß und kalt die Flügel hängen ließ, und da ich sehr oft undungemein stark nieste, fuhr es erschreckt zusammen und mir mitden naßkalten Flügeln an den Hals, wodurch ich gewiß einen