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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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Fuße zuerst in den Pantoffel, und öffnete das Fenster. Draußenlag ein dichter weißer Nebel, die Lieder klangen mir so traurighindurch. Der Nebel fiel mir ins Gesicht, ich ward schwermüthigund kriegte den Schnupfen. Ich weinte, konnte nicht sprechen;jedes Wort schnürte mir die Kehle zu. Und da Verena mir denganzen Brautschmuck meiner seligen Mutter anlegte, und dasBruststück mit den vielen feinen schönen Seidenröschen, und dasAmaranthen-Brautkränzchen, Alles, was ich sonst so geliebt,strömten meine Thränen nieder. Oft fragte sie um die Ursachemeiner Thränen, meiner Stnmmheit, aber ich antwortete nicht.

Als ich ganz geschmückt war, traten die Brautführerinnen,die Klosterfrauen mit den Lilien, die Gespielen mit den Pflicht-hühnern herein, und nun begann der Zug. Voran ging Verenamit dem langen Korbe; dann folgten meine acht Gespielen mitden Ordenszeichen der freudig frommen Kinder, sie trugen diePflichthühner in schön geflochtenen Nestkörben unter dem einenArm und faßten mit der andern Hand an die amaranthseideneDecke von Hennegau, die sie zwischen sich ausgebreitet trugen;dann folgte ich armes Kind von Hennegan im Brautkleide meinerMutter, die Kleinode von Vadutz und das Hühnlein Gallina aufder Schulter, an jeder Seite eine der Lilienfräulein mit ihrenLilien und hinter mir Klareta, die mir die Schleppe trug. Sozog ich zur Kapelle und war nicht lustig, der Inhalt des Braut-gesanges machte mich noch trauriger, meine Thränen strömtenimmer reichlicher. Sie sangen aber abwechselnd:

Die Gespielen.

Komm heraus, komm heraus, o du schöne, schöne Braut,

Deine guten Tage sind nun alle, alle aus.

Dein Schleierlein weht so feucht und thränenschwer,

O, wie weinet die schöne Braut so sehr!

Mußt die Mägdlein lassen stehn,

Mußt nun zu den Frauen gehn.