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4 (1862) Der kleinen Schriften erster Theil
Entstehung
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T8as mir meine selige Mutter, die schöne Lanren-burger Els, in dem Hänslein meines seligen Groß-vaters, des Voglers Kilian, anf der Hirzentrenvon sich und dem lieben Großvater erzählt hat»

Diese Berghöhe heißt die Hirzentreu, und dieses Haustein,worin wir sitzen, gehörte meinem lieben seligen Vater, demVogelsteller Kilian, den man weit und breit mir den gutenKilian und den frommen Falkenmeister nannte. Er ist zu Gottgegangen vor zehn Jahren, und liegt begraben auf dem Kirchhofezu Kloster Arnstein. Er ist geboren zu Kitzing in Franken, undhat sich dies Häuslein hier selbst erbauet, da er als ein Fal-kenier des Grafen von Nassau, meine selige Mutter, einesJägers zurückgelassene Waise, zu seiner Hausfrau wählte, undsich hier mit ihr niederließ» Es stehet auch draußen im Gartennoch der Baum, an welchem mein Vater meine Mutter zumersten Male gesehen, da rettete er ihr das Leben. Denn alsmein Vater einen Hirsch verfolgte, fand das erzürnte Thier hiermeine Mutter, welche als ein armes Mägdlein Kräuter für dieKlosterherrcn in Arnstein sammelte, und faßte der Hirsch inseinem Grimme meine Mutter auf die Geweihe. Mein Vater,der herzulaufend dieses sah, schoß einen Bolz von seiner Arm-brust nach dem Hirsch, und traf ihn nicht ohne Gefahr meinerMutter in das rechte Auge, und das verwundete Thier tratihm, geblendet, nun gerade entgegen; da faßte mein Vater einenguten Muth, und riß ihm die halbtodte Jungfrau von demGeweihe, legte sie unter jenen Baum, und erquickte sie an demBüchlein, das hier entspringt. Als sie sich wieder erholt hatte,sahen sie zu ihrer großen Verwunderung, daß der Hirsch nebenihnen im Gebüsche stand, und mit Schmerzen das Haupt baldhin und her schwenkte, bald traurig zur Erde senkte. Da rührte