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Hinneigen ihres Kopfes gerne geschehen. Da ich aber fertig warund sie mich durch den Wald unter den Bäumen hintrug, brachich einen grünen Eichenzweig ab, wand ihn in einen Kranz, undsetzte in ihr auf das Haupt mit den Worten: „Liebe Mutter,nun bist du geschmückt wie der kniende Ritter in Sanct Jörgen-Kapelle, nun haft du auch ein Kränzlein auf, und wenn er unsnun durch den Wald entgegen geschritten käme, würdet ihr euchBeide Wohl sehr an einander erfreuen über die schönen Kränze?"Meine Mutter aber antwortete nicht und ging traurig fort,worüber ich auch betrübt wurde.
So zogen wir still und einsam wohl eine Stunde lang durchden dichten Wald, als wären wir die einzigen Menschen auf derWelt, und hätten nicht viel Freude. Nun ward es lichter inden Zweigen, und der Wald endete sich gegen den Rand desBerges, der sich in das einsame Lahnthal senkte, hier küßte michdie Mutter und ließ mich an die Erde. Wir standen aber aufeiner grünen Waldwiese, die ein frischer Quell erquickte, der mitUmwegen an dem mannichfaltig unterbrochenen Abhänge zu derLahn hinabeilte. Wo wir standen, war die Gegend sanft undmild, ein großer alter Birnbaum hing schwer voll gelber Birnen,und um ihn her standen mehrere Vogelbeerbäumc, die mit ihrenfeuerfarbenen Früchten lustig gegen den dunkeln Wald abstachen.Außerdem bekränzten und durchschnitten den Platz mancherleiFruchtsträucher, Haselbüsche, Johannis- und Klosterbeersträucher,und ich hatte die Fülle zu brechen und zu genießen. Gegen unsüber erschien die Gegend ernster. Das Lahnthal schließt, vondiesem Punkte gesehen, den Spiegel des Flusses mit einer Krümmewie einen tiefliegenden See ein, und die Berge lagen mit dunklemWalde bedeckt, streng und finster um diesen her, als hätten sietiefsinnige Gedanken über ein Leid, das hier geschehen. DieMutter stand stille und schaute ruhig in die Gegend hinein, ichhatte aber den Deckel des Korbes genommen, ihn mit breiten