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Wie traurig ward ich da und wendete meine Augen vonAllem, was ihnen wohlgeficl, und wollte Nichts anschauen, weilsie es nicht mit mir sehen konnte, weil sie ihre Augen nie mitso erlaubter Lust erquicken konnte. Auch fiel es mir bittrer nochauf die Seele, daß ich eines Ritters Sohn sei ohne Wappenund ohne Waffen. Thränen füllten mir die Augen und Unwilleerfüllte meinen ganzen Leib, der in dem neuen geschenktenGewände zu brennen schien, und ich spannte mein enges, durch-löchertes Mäntelein so um mich, daß es noch mehr zerrissen.
So schritt ich, als suche ich die Wildniß, nach einem ein-samer» ungepflegten Theile des Gartens, und kaum stand ichim hohen Gras unter hohen Linden, so konnte ich schon nichtmehr begreifen, wie dieser innere Schmerz und Zorn in michzum ersten Male in meinem Leben gekommen sei, und gegendie Mauer des Gartens schreitend, sah ich an derselben in einemtiefen Bogenraum ein Heiligenhäuslein angebracht, darinnen warwohlvergittert ein bunt gemaltes Schnitzwerk, die Anbetung derheiligen drei Könige im Stalle zu Bethlehem, aufgestellt. Davorkniete ich nieder ins Gras und betete von ganzem Herzen. Dazerrann bald all mein Leid und meine Hoffart vor dein SohneGottes, der nackt und arm in einer Krippe vor mir lag, unddem doch die Könige dienten. Wie fühlte ich mich in meinerUngeberdigkeit beschämt, und da ich mich mit Thränen angeklagthatte, dankte ich von ganzem Herzen dem Herrn, daß er micharmen fahrenden Schüler nicht vergessen, und mich durch seineBarmherzigkeit zu meinem gnädigen Herrn und Ritter gebracht,gelobte auch ferner mich aller Hoffart zu enthalten, und die Künste,welche ich durch seinen Beistand mit schwachen Sinnen erlernet,zu Mehrung seines Reichs auf Erden treu anzuwenden.
Da ich nun nach solchem Gebete einen merklichen Trost inmeinem Herzen spürte, nahm ich ein gülden gewirktes Band,worauf das avo lilaris stand, aus meinem Gebetbüchlein, und