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der Freude, und glaubet, er sei recht der Mittelpunkt allerDinge, und sei er mit Allem gemeint. Da ließ ich die Augenfröhlich in der Kammer umherschweifen, und sah auf dem Schemelein neues Gewand liegen, das mir mein gütiger Herr und RitterVeltlin von Türlingen am Abend im Dunkeln hatte heraustragenlassen, und konnte ich meine Begierde nun nicht länger zurück-halten, sprang auf von meinem Lager, und legte diese Kleidernicht ohne Thränen des Dankes an. Es war dies aber einfeines blaues Wamms um die Lenden gefaltet und gestutzet, undroth und weißes Beinkleid von ländischem Tuch, auch stumpfeSchuh und eine schwarze Kogel mit einer blauen Feder, nichtzu vergessen, ein Hemmet von weißem Hauslinnen, am Halsebunt genäht und gekrauset, dergleichen ich vorher nie getragen.Da ward es mir fast leicht und fröhlich zu Muthe, und hätteich Wohl mögen einen Sprung thun, als hätte ich einen neuenMenschen angezogen mit dem neuen Kleid.
Aber meine Hoffart währte nicht lange, denn mein zerrissenesMäntelein, welches ich als einen Vorhang vor das Fenster gehängthatte, erleuchtete sich durch die aufgehende Sonne, und alle seineLöcher waren so viele Mäuler, und alle seine Fetzen so vieleZungen, die mich meiner thörichten Hoffart zeihten. Es war,als sage das Mäntelein zu mir: „O, Johannes, bist du ein soeitler Kaufherr, daß du, angelangt in den Hafen, des zerrissenenSegels vergißt, das dich in denselben geführt? Johannes, bistdu ein so stolzer Schiffbrüchiger, daß du das Brett, welches dichmit Gottes Hilfe an ein grünes Eiland getragen, mit dem Fußeundankbar in die Wellen zurückstoßest? O, Johannes, du undank-barer Freund, willst du gerettet mich nicht auf deinen Schulternin ein Gotteshaus tragen und aufstellen als ein Gedächtniß, daßsich Gott deiner erbarmet?"
Ach, das waren Wohl harte und wahre Worte meines Män-teleius, und ich nahm es mit Schämen von dem Fenster, und