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zuerkannt. Sie ist das erste Bild, welches Raffael zu Rom gemalt,es ist ganz von seiner eigenen Hand, ohne fremde Mitwirkung.
Platner, welcher unter dem unmittelbaren Eindrücke des Origi-nalbildes der Disputs schrieb, äußert sich über unser Bild wie folgt:„In der Ausführung der Disputs herrscht eine aus der in-nigsten Liebe hervorgegangene Sorgfalt, obgleich sie an das Müh-same grenzt, und noch nicht die von ihm später erlangte Herrschaftüber die Mittel der Darstellung offenbart. Die Farbengebungscheint uns hinsichtlich der Natur und Wahrheit die in den Decken-gemälden bedeutend zu übertreffen; die dort erwähnten grünlichenMitteltinten sind nur in den Engeln, welche die Evangelienbücherhalten, noch einigermaßen zu bemerken. Das nach der Gewohn-heit der älteren Maler häufig angewandte Gold, dessen sich Raffaelspäter nur sparsam und zuletzt gar nicht mehr bediente, gibt die-sem Bilde ein feierliches, dem mystischen Charakter des Gegen-standes entsprechendes Ansehen H."
1) A. a. O. S. 331.