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oder den h. Georg, als Schutzheiligen von Ligurien, dem Pater-lande Julius II., wie solches der Drache auf seinem Helme an-zudenten scheine H.
Daß diese zuletzt genannte Figur einen Krieger vorstelle, unter-liegt keinem Zweifel, da die Rüstung sie als einen solchen unver-kennbar darstellt. Nichts kann den Menschen mehr adeln, alsVerbindung der Tapferkeit mit wahrer Frömmigkeit. Das Ritter-thum des Mittelalters war eine Verbindung von Muth und An-dacht. Die Pflicht des Ritters war, Hülfsbedürftige zu beschützen,Wehrlose zu scheuen, mit gleichen Waffen ohne Hinterlist zu käm-pfen, den Frauen zu dienen, die heilige Jungfrau zu ehren, dasVaterland zu schützen, den Altar zu vertheidigen, und durch diehöchste That der freiwilligen uneigennützigen Aufopferung zu zeigen,daß das irdische Dasein nur in seinem Zusammenhänge mit demhöheren Werth habe. Kann es hiernach auffallen, wenn derkriegerische Papst Julius es wollte, daß auch der Kriegsheld, daßdas Ritterthum, welches noch in Blüthe stand, seine Vertreter imHimmel haben sollte, und wenn diesen ihre Stelle gleichsam alsWächter des göttlichen Thrones neben demselben angewiesen wurde?
Diese Erscheinung erklärt sich noch aus einem andern Grunde.Kann es befremden, daß die Mächte, gegen welche Julius Kriegführte, Alles aufboten was die Moral und die Theologie gegenden Krieg an die Hand gaben, um den kriegführenden Priester-fürsten zu verdächtigen, ihn unpopulär zu machen, seiner Sachezu schaden? Diesem Verfahren gegenüber gewinnt die Thatsacheeine neue Bedeutung, wenn die Krieger im Himmel eine Stelleeinnehmen.
Indem wir näher auf diese Erklärung eingehen, glauben wirnicht zu irren, wenn wir sagen, daß dieselben Figuren auch aufder Schule von Athen Vorkommen, wo die eine in Kriegsrüstunggekleidete von Platner und Paffavant für den Alcibiades erklärtwird; die andere Figur aber wird nicht erklärt, sondern von ihr
0 Paffavant I., S. 141.