Druckschrift 
Raffaels Disputa
Entstehung
Seite
139
Einzelbild herunterladen
 

empfangen, zu vertheilen und zu verwalten. Daher wurde Lau-rentius in der Diokletianischen Verfolgung aufgefordert, die Schätzeder Kirche auszuliefern. Laurentius führte dem römischen Prä-fekten die Armen und Kranken, welche die Gemeinde verpflegte,vor, und bezeichnete sie als die Schätze der Kirche. Laurentiuswurde nun zum Fenertode verurtheilt, und auf einem glühendenRost lebendig verbrannt. Er starb 25S. Seine linke Hand istgeöffnet und leer, zum Zeichen, daß er keine Schätze hatte, seinBlick ist zur Erde niedergewandt, dorthin zeigt er mit der rechtenHand und deutet an, indem er die linke hochhält, daß Reichthümcrden Eingang m's Himmelreich erschweren! Platner, Passavant undGruyer haben beide Bilder, das Bild des Stephanus und desLaurentius mit einander verwechselt; und Gruyer giebt überdiesunrichtig an, Laurentius zeige mit der einen Hand auf die heiligeDreieinigkeit hin.

Neben dem heil. Laurentius giebt sich David durch seineKönigskrone und durch seine Harfe zu erkennen, vaviä, elie tu80 MM 0 6antor äel sommo Ouee H! Neben ihm Johannes (47)der Evangelist, der Jünger der Liebe, der an der Brust desHeilandes geruht, der Verfasser des Evangeliums des Geistes.

Nun bleiben noch zwei Figuren in diesem Theile des Bildeszu erklären, diejenigen nämlich, welche dem Thron zunächst sitzenund halb von den Wolken verhüllt werden. Die Figur rechtserklärt Gruyer für eine Sibylle, welche die Ankunft des Heilandesvorherverkündigt habe?)! Wie falsch diese Deutung sei, leuchtetJedermann auf den ersten Blick ein! Platner und Passavant gebengar keine Erklärung von dieser Figur, und äußern auch keineVermuthung. Dagegen schreibt Passavant von der entsprechendenFigur auf der andern Seite (5H mit. Platner übereinstimmend,man erblicke darin einen Helden, der entweder Josua vorstelle,

t) Osnte, ?srsc1iso XXV. ?0.

2 ) Oerriere Iss nn 6 es 411 I servent de träne L 1s Vierte, SS cscke nne ügnreeaekkee, ä'une sorts de turbsn; c'est I» sibylle snnoncs su monde Is v 6 nnodn Nessle, ksz. 62.