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die unter sich verschieden sind, und in verschiedene Klassen, oderOrdnungen, zerfallen. Die Anzahl dieser Ordnungen beträgt nachder Lehre der heil. Schrift und der Väter neun, die gemeinhinin folgender Ordnung anfgezählt werden: Seraphim, Cherubim,Throne, Herrschaften, Gewalten, Mächte, Fürstenthümer, Erzengelund Engel Z.
Zahllos wie die Sterne am Firmamente, so erblicken wir zahl-lose Engel in dem oberen Theile unseres Bildes; es sind jeneEngel, die unaufhörlich Gott preisen und ihr heilig, heilig, heiligsingen! Auch diese Engel wohnen in verschiedenen Himmeln undwir erkennen nun in dem blauen Bogen mit den Engelsköpfeneinen der verschiedenen Himmel, in dem eine besondere Ordnungder Engel wohnt, und begreifen, warum dieser Bogen blau ist;denn Blau ist die Farbe des Himmels. Diese Vorstellung vondem Himmel als einem Gewölbe geht in die ältesten Zeiten zurückund findet sich auch in der h. Schrift. Gott hüllt sich, wie Davidsingt, in Licht wie in ein Gewand, er spannt die Himmel auswie ein Zelt?). Wie der Orientale unter Zelten wohnt, sowohnt Gott im Himmel, und wie der Orientale das Zelt zu-sammenschlägt, so schlägt Gott die Himmel und das All am Endeder Tage zusammen! —
Könnte der endliche Geist den unendlichen begreifen, das Unend-liche ins Endliche einschließen, dann könnte er auch Gott darstellenwie er ist; so aber bleibt Wort, Sprache, Bild, Symbol, Allesin unendlichem Abstande hinter dem, was sie ausdrücken sollen,zurück. Man hat daher die höchste Vorstellung, die der Menschhat, ans Gott übertragen, um ihn annähernd, obgleich in uner-meßlichem Abstande, zu bezeichnen, indem man ihn unter dem Bilde
t) Am ausführlichsten handelt hierüber OionMus XrooxaAta cls eoelestlIlierarcliia eax. VI. xax. 49. 1'om. I. Oxer. omn. Venet. 1155. Auch Dante, derdiese Ordnung der Engel kennt und aufzählt und ihre Bestimmung angibt, ver-weist auf Dionys den Areopagiten, von dem er sagt: Niemand auf Erden seiso eingsweiht gewesen in die Natur der Engel, als er. Paradies X. 116.Vgl. XXVIII. 127.
-) Psalm 104. 2.