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eines Mannes von reifen Jahren, als den „Alten der Tage" dar-stellte, als einen Mann, bei dem keine Abnahme der Körperkräftesichtbar, bei dem aber die Weisheit den höchsten Grad ihrer Ent-wickelung erreicht hat. Nach der Lehre des Christenthums ist Gottauch da als Vater, und dieser Gedanke, der kühnste der je ge-dacht worden, ist von unermeßlichem Erfolge für die Geschichtedes Menschengeschlechts. Während die alte Welt den Bürgernicht vom Menschen zu trenuen wußte, während die Völker sichhaßten, sich mit kalter Seele in immerwährenden Kriegen vernich-teten, der größte Theil des Menschengeschlechtes als niedriggebo-ren, ohne den Adel der Menschenwürde, in die Klasse der unver-nünftigen Thiere hinabgedrückt wurde, erscheinen mit dem Augen-blicke, wo Gott der Welt als Vater verkündet wird, alle Menschen,welche Zone sie bewohnen, welche Sprache sie reden, von welcherFarbe und Religion sie sein mögen, als Brüder, als Söhne einesund desselben Vaters, die alle zur Freiheit und Tugend, und zur freierrungenen Seligkeit, dem Erbtheile des ewigen Vaters berufen sind!
Gott ist nicht ein Gott, wie Leibniß und Haller ihn dachten,der, nachdem er die Welt erschaffen und geordnet, weiter nichtsdamit zu thun hat, als sie zu betrachten; er ist Gott und Vater,der Alles, was er erschaffen, erhält, und wie der irdische Vaterkein Ziel der Sorge für seine Kinder kennt. Gott der Vater,der Alte der Tage, hält daher aus uuserm Bilde als Weltschöpferdie Weltkugel in der Linken und segnet die Welt mit der Rech-ten! Seine Liebe und Fürsorge offenbart sich aber vor Allemdadurch, daß er seinen eingebornen Sohn und den heiligen Geistgesandt hat die Welt zu erlösen und zu heiligen. Obgleich Gottim höchsten Himmel wohnet, so ist er doch allgegenwärtig:
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I) Oants. MirxAtorio XI, 1.Braun: DiSputa.
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