die Glorie sei eingeschrieben worden, dann würden wir an dieserStelle den Papst Anaklet nicht suchen, sondern eher an Gregor VII.,einen Papst denken, dessen Wirksamkeit und Bedeutung durch meh-rere besondere Schriften der neueren Zeit an's Licht gestellt wordenist. Die Palme, die wir in seiner Hand erblicken, ist nicht aus-schließlich Zeichen des Märtyrerthums, sie würde sich als Zeichendes Sieges im Dienste der Kirche deuten lassen. Gregor VII. istin das Martyrologium Romanum unter dem 25. Mai als oeelo-sinstieso libertutis propuAnutor so clotonsor ueerrimns ausgenommen.Gregor VII., der Mann der That, stände dann hier zwischen zweiMännern des Wissens, wie jenseits Gregor der Große zwischenHieronymus und Scotus, diesseits Jnnocenz III. zwischen Bona-ventura und Gemisthus Pletho; und wie wir auf der rechten SeiteGregor den Großen und Anselm von Canterbury, so hätten wirauf der linken Seite, der rechten vom Beschauer, Gregor VII. undJnnocenz III. als die Träger der kirchlichen Freiheit und Unab-hängigkeit zu betrachten. Erwägt man, daß Julius II., auf dessenWunsch dieses Gemälde ausgeführt wurde, selbst zu diesen Ver-theidigern der kirchlichen Unabhängigkeit gehörte, so ließe es sichum so leichter begreifen, wenn er den Wunsch gehabt hätte, daßGregor VII. auf unserem Bilde dargestellt würde.
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