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den Grabesschleier der Trauer auszubreiten, ist durch die Völkerder alten Welt die Sehnsucht einhergezogen, die sich in denangebornen Grnndtönen der Musik und der Dichtkunst jedeskunstbegabten Jndividiums, wie ganzer Nationen noch kund gibt,die aber nirgendwo so mächtig, als in den heiligen Schriftender Hebräer, nirgend so rührend, als in den Psalmen sich aus-gesprochen hat. Die Sehnsucht ward erfüllt, der Stein, der aufder alten Welt lag, ward gehoben, die alte Religion, die alteZeit, die alte Kunst wurde von der neuen Religion, der neuenZeit und der neuen Kunst auf immer geschieden und einanderentgegengesetzt. Hier wird der Mensch, wenn der Faden des ver-worrenen Denkes in den Stürmen und Widersprüchen des Daseinszerrissen, der Weg sich verliert, durch einen Blick nach oben zudem ewig leitenden Stern des Glaubens zurechtgewiesen, alleswird neu, „die Welt wird Traum, der Traum wird Welt", dieNacht wird der Tag des Tages, der Tod das Leben des Lebensund die Kunst wird die Natur der Natur!