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über die Entstehung des byzantinischen Reiches hinaus; es beruhtauf dem älteren allgemein christlichen Grunde, und setzt allgemei-nere typische Bildungen voraus. Was die byzantinischen Künstlerdiesen typischen Bildungen hinzugcfügt, den reichen Goldgrund,die Pracht in der Bekleidung und Verzierung, verdankt seinenUrsprung der orientalischen Prachtliebe des byzantinischen Hofes.
Die byzantinische Schule, diesem Gesetze unwandelbarer Stätig-keit huldigend, hat sich, wie Goethe sagt, „immerfort an jene strenge,trockene Symmetrie gehalten; und obgleich dadurch ihre Bildersteif und unangenehm werden, so kommen doch Fälle vor, wo durch dieAbwechselung der Gliederstellung, bei Figuren, die einander ent-gegenstehen, eine gewisse Anmnth hervorgebracht wird. Diesen Vor-zug also, ungleichen jene oben bezeichnet Mannigfaltigkeit derGegenstände alt- und ueutestamentlicher Ueberliefernngen, verbrei-teten diese östlichen Kunst- und Handwerksgenossen über die damalsganze bekehrte Welt" H.
i) Goethe, Kunst u. Alterthum I. S. 147.