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Reich um das Jahr 730 mit dem Verluste Roms und Italiens,wo die äußere Macht der Päpste sich dadurch erweiterte und stärkte.
Wir wenden uns zu der zweiten großen und größeren Strö-mung der Geschichte hin.
Rom war gefallen, das Weltreich, über welches Rom niit eisernerGewalt geherrscht, war in Stücke zerschlagen, aus den Bruchtheilenbildeten sich neue Völker, Staaten, Reiche. Rom stieg aus denRuinen empor, es erhob sich von Neuem über diese irdischenSchöpfungen; eine größere Herrschaft, eine weitere und ausgebrei-tetere als die frühere, wurde ihm zu Theil, die Herrschaft über denGeist.
Mit der Macht und der Entfaltung des Geistes der neuen Zeitkehrte auch die neue christliche Kunst in Rom ein. Die alte Kunst^ war untergegangen nicht durch die äußeren Ereignisse, die wir be-zeichnet haben, sie war erloschen an derselben Krankheit, an welcherder Staat zu Grunde gegangen war. Die Päpste machten sichum die Kunst in hohem Grade verdient, indem sie erklärten, essei dem Christen erlaubt Bilder der Heiligen zu haben und zuverehren, indem sie sich dem Streben der Bilderstürmer entgegen-setzten. Dadurch war die Kunst von der Religion anerkannt undunter ihren mächtigen Schutz gestellt. Während der Herrschaft derGothen und Longobarden in Italien, während des griechischenExarchats zu Ravenna, war die Lage der Päpste und der Kirchein Italien keineswegs eine solche, welche die Kunstentwickelung hättefördern können. Das Elend, welches über Rom im fünftenJahrhundert hereinbrach, wo man im Frieden sein Leben gegen denHunger, im Kriege dasselbe gegen das Schwert nur mit Mühevertheidigen konnte, wo die Stadt und das Land den wiederholtenPlünderungen und Verwüstungen durch die Barbaren verfallenwaren, jene Zeiten und Zustände konnten der Kunst weder dieMittel noch die Ruhe gewähren, welche sie zu ihrer Entfaltungnothwendig bedarf. Aber dennoch ging die Kunst mit dem west-römischen Reiche (476) nicht unter, wie man früher behauptet hat.Die christliche Hingebung, welche sich in den ersten Jahrhunderten