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Raffaels Disputa
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gegen, und mit rascher Eile, davon geben uns die fratzenbaftenGestalten auf den Münzen der Römer die nächste Anschauung ').

Kaum hatten sich die allesniederwälzenden Fluthcn von derErde verloren, kaum hatten die zerrissenen Glieder des unter-gegangenen Weltreichs das zertheilte Leben sich angeeignet, kaumwaren die neuen Staatengebilde hervorgetreten und hatten dieKeime der Künste des Friedens gepflanzt, da öffnete der Ostenund Süden seine Pforten des Verderbens, indem die fanatischenSchaareu Muhamed's das westgothische Reich in Spanien zer-trümmerten, in das Herz des Frankenreiches ihren eisernen Fußsetzten, Italien und selbst die Peterskirche zu Rom ausplünderten,während von der entgegengesetzten Richtung die heidnischen Avarenausströmten, und aus verheerenden Raubzügen Deutschland inSchrecken setzteil. Kaum hatte der starke Arm der Herrscher desFrankeureiches jene zurückgeworfen, diese gebändigt, als von demäußersten Norden und vom Osten her neue Raubzüge ausströniteu,welche die junge Anpflanzung zertraten. Die Normannen und Ma-gyaren verwüsteten Deutschland, Frankreich und England, und ob-wohl durch Geburt und Abstammung, durch Sprache und Glau-ben getrennt, waren sie doch darin vereint, alle Pflanzstätten desChristenthums, Kirchen und Klöster, zu zerstören, die Mönche undGeistlichen zu tödten, die heiligen Gefäße zu rauben und die übrig-gebliebenen Denkmäler der Vorzeit, die Palläste der Großen, durchFeuer zu zerstören. Karl der Große hatte die Gefahr voraus-gesehen, er war, als sie hereinbrach, ins Grab gestiegen, und dasReich, welches er gebildet, ging in Theile auseinander, eine reicheSaat von Verwirrungen und Streitigkeiten im Inneren dev christ-lichen Welt.

Der Sklave fühlt nicht den Schmerz der Sklavenfessel so sehr,als der Freie, der in dieselbe geschlagen wird; ein Volk, welchesvoni Raube lebt, ist an den Wechsel des Schicksals gewohnt; diechristlichen Völker aber, die andere Vorstellungen von dem Besitze

i) Vgl. Goethe, Kunst und Altertbum, I. 38.