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Wurde der Göttin des Berges geweiht: fein glättet es ArgosKunstvoll bildend: sie stellen es dann auf zackiger Höhe,
Rings umwölbt von dem Darb hockragender Bucken, die dortenStrebten von allem am höchsten empor, in die Tiefe gcwurzeltDann auck thürmten sie einen Altar von Kieselstein auf *).
Das Standbild der Göttin wird auf einem Berge errichtet,hochragende Buchmbäume bilden das schützende Dach über dem-selben, der Altar von Steinen wird erbaut, und die Jugend tanztum das Götterbild nach heiligen Liedern und Melodien, undso erblicken wir um den Kultus geschaart, ueben der Skulptur,die Architektur, die Poesie, die Musik und den Tanz.
Die Religion ist die Mutter, die Nährerin und die Pflegerinder Künste; sie ruft sie in's Dasein, nährt sie und erzieht sie groß.Die Philosophie ist die Erkenntnis; des inneren Lebens, die Reli-gion erweckt das innere Leben und stellt dasselbe wieder her; dieKunst ist die Darstellung des inneren Lebens, und hier zeigt sichdie innere Verwandtschaft von Wissenschaft, von Religion und Kunst.Die Poesie, ursprünglich eins mit der Musik, hat sich erst in hei-ligen Gesängen, in Hymnen und Psalmen ausgesprochen, ehe siedas gewöhnliche Leben schmückte; die Skulptur hatte sich erst inden Tempeln der Götter entfaltet, ehe sie in die Wohnungen derSterblichen einkehrte, und die Malerei hatte das Bild der Göttereher gemalt, die Wand des Wohnhauses Gottes eher geschmückt,ehe sie die Mauern des Wohnhauses der Menschen zierte; dieArchitektur hatte erst den himmlischen Wesen Tempel und Altäreerrichtet, ehe sie Burgen und Städte erbaute. Der entgegengesetztenAnsicht widerspricht die Geschichte von allen Seiten. Die altenInder, die Aegyptier, die Aethiopier, die selbst in kleinen, elendenHütten wohnten, errichteten ihren Göttern Wohnungen, welchedurch Größe, Pracht und Kunst noch jetzt die Bewunderung einerWelt erregen, die über die Erfahrungen von Jahrtausenden ver-fügt^. Aus einer nur iu's Große erweiterten Nachahmung der
^.xollonins, Li-ZonnnticL I., 1117.
2) A. W. von Schlegel, indische Bibliothek II., 4. S. 456.