7- Zeugniß für Sie göttl. Herrlichk. u. Wahrheit
ligkeit hanget. Wovon ich gar nichts weis, davon habe ichUrsach und Recht nichts zu gedenken. Nun weis ich garnichts von den Inwohnern der andern Welt. Cörper; unddarum wird mirs niemand verdencken, wenn ich auch nichtsvon ihnen statuire. Wunderlich aber würde ich handeln,wenn ich gar dergleichen Sätze von ihnen aufbringen wölke,die mit den allerhellesten und vor aller Welt ausgemachtenWahrheiten nicht nur nicht accordiren; sondern solche gar überden Haufen werfen; und dieses zwar wider mein eigen Leben.Dieses unverständige und unbillige Beginnen unseres Ver.standes, * können wir unmöglich für eine Kinderey achten:
denn
" Man kan nicht umhin, des edlen Philosophen kod. Lc»!c seineauserlesen« theol. Schriften bey der Gelegenheit nochmals zurecommandiren, ohnerachtet man eine bessere Ueberfctzung da-von wünfchete. In dem dritten Stück derselben stellet er diehöchste Verehrung Gottes dar, die ihm ein menschlicher Ver.stand schuldig ist , sonderlich wegen seiner Weisheit und All-macht, als welche zwey Eigenschaften dem natürlichen Men-schen noch am meisten und stärkste» in die Augen fallen. Erspricht z E bald anfangs. „Ich muß hier frey heraus sagen,„nicht ohne Bewegung des Gemüths, und einiger Entsetzung,„daß einige Leute seyn, und zwar ecliche ilicolugi, welche, da„sie nicht recht dencken, entweder was Gott sey, oder was sie„selber sind, von den göttlichen Eigenschaften so frey undun-„bedachtsam, als von geometrischen und mechanischen Figu-„ren schwatzen dürfen. Auch die, so ihnen sonst nicht so gar„viel einbilden, reden dergestalt davon, als wenn sie die Na-„rur und Vollkommenheiten des unvergleichlichen höchsten„göttlichen Wesens mit ihrem Verstand begreifen könnten.„Sie unterstehen sich von diesen so sehr verborgenen Sachen .„nicht anders zu denken und zu reden, als von Sachen, so ent-weder nach einhelliger Uebereinstimmung aller Menschen nicht„über den Begriff des menschlichen Verstandes gehen , oder„gar sich unter den gemeinsten und täglich vorkommenden„Dingen, so man siehet und höret, befinden. Wie groß und„sträflich die Unbedachtsamkeit, oder vielmehr Vermeffenhcit„solcher Leute sey, könte auf vielerlcy Weife, wenn Zeit dazu„übrig wäre, gezeiget werden. Ich will aber itzo nur zweyer-„ley anführen. Erst will ich zeigen, wie es der Wahrheit
„ähnlich