gegen einige dunckele Zweifel. 67
zu behalten, und selbiges auch alsbald wieder zu nehmen;der Richter war auch im Stande, ihn wieder zu erwecken,und also nach geleisteter Bezahlung ihn gleichsam aus demGefängniß nun auf ewig mit seinen Erlöseten zu entlassen.Auf diese Weise hat Gott eines theils aufs höchste erwiesen,wie sehr er alle Sünden und Sünder als Sünder hasse,und wie er unmöglich auf einige Weise Schuld und Theilan der Sünde haben könne, welches sonst der lüsterne Menschgar zu gerne geglaubet hätte; andern Theils ist der schreck-lichen Leichtfertigkeit der Menschen begegnet, nach welchersie ohndks alle Sünden gerne klein machen und entschuldigen,und ohne so eine Satisfaction zu sehen, leicht würden behau-pten , es müsse wol mit den Sünden nicht so viel zu sagenhaben, weil sie Gott nicht so plötzlich strafe, und auch soleichte vergebe,denn er vergiebt sie wol sehr gerne: aber nichtso leichte, als ein leichtsinniger Mensch gerne hätte; er ve»giebt sie wol alle umsonst und alle aus Gnaden: aber nichtanders, als alle durchs Blut, und zwar durch ein unendlichgültiges Versöhnungs-Blut.
Auf die Weise wird denn hoffentlich in einem kleinenEntwurf erwiesen seyn, daß alles, was zur Erlösung des gan-Hen menschlichen Geschlechts auf unserm Erdboden von dergantzsn hochgelobten Dreyeinigkeit veranstaltet, und imBuch GorteS niedergeschrieben worden, nicht nur unum-gänzlich nöthig, höchst railonsble, und der hohen Maje-stät Gottes vollkommen gemäß, sondern auch aller Anneh.mung würdig sey; und daß es je gewißlich wahr, undein theuer werthes Wort sey, daß IEsus Christuskommen ist in die Welt, die Sünder selig zu ma-chen , unrer welchen ich der vornehmste bin. Mit-hin läßt sich nun aus dem allen vernünftig begreifen, wierö nur allein durch eine solche Erlösung möglich worden ist,daß die Menschen aufdiesem Erdboden doch können selig wer-den. 4, 12. 4/, 22-2/. < 7 . 4^, 21. Und gleichwol
bleiben uns noch unendliche Tieft" - > dem gantzen G.heim-
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