7;8 Von Griechenland
Sprache übersetzet, und in dcrselbigen insonderheit von denJüden, welche ausserhalb dem gelobten lande lebeten und ge-boren worden, gelesen wurde, daherdenn der Unterscheid derHebräer und Hellenisten, d. i. der Griechischen Juden ent-standen , Act. 6,1. L. II, 20. c. 14, l. c. 17,4.12. Joh. 7, ZZ.gleichwie man sonst überhaupt dazumal von keinem andernUnterscheid der Völcker unter dem gantzen Himmel wüste,als von Juden und Griechen, i Cor. r, sz. 24. Gal. z, 28.Col. z, >1. Daher Gott der Herr um so viel weiölicher han-delte, da er den NeuenBund allen Völckern kund thun las-sen wollte, daß es in der ihnen eigenen und gemeinstenSprache geschahe; und also hatten die Verfasser der Schrif-ten des Neuen Testaments so viel mehr Ursache, in der Grie-chischen Sprache zu schreiben, und sich auf die GriechischeBibel, welche ohnedem von jedermann gelesen werden konnte,zubeziehen. Wenn aber schon von den Lnück angemercktwird, daß in dem Griechischen Neuen Testament viele Re-dens Arten vorkommen, welche theils vieles der Hebräischen,Syrischen, Chaldäischen u.s.w.Mund-Att eigenthümlichesund ähnliches haben, theils aber von der zierlichen Reinlich-keit der Athenienser Mund-Art abgehen; n) so benimmt sol-ches dem göttlichen Ansehen dieser Schriften dennoch nichts,wenn man sagt, daß sich der H. Geist derjenigen Mund-Art bedienet, welche zu den damaligen Zeiten in Syrien,dem gelobten Lande und andern Gegenden daherum, einge-führt war. Ist also eine unnythige Grille, die man sichdarüber macht, ob die H. Schrift Neues Testaments in derreinen Griechischen Sprache, wie der Athenienser Mund-Artist, aufgefetzet worden? Gnug, daß keine 8 o 1 «ciimi nochkrirkgrüln: darinnen anzutreffen, 0) und die Verfasser deswe-gen keines Fehlers beschuldiget werden können, daß sie sichderjenigen Mund-Art, so damals unter der Griechischen Mo-narchie und den ersten Römischen Kaysern, im gelobten Landeüblich gewesen, bedienet, und daß der H. Geist bey der göttli-chen
s) Vlll. kinl. 8.1-.I. t^.4. p. m. fea.
r») Vjcl. O. kvtaj. Lxsin. Lrik. c, »6. lg.