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Von phönicien.
Gottes Schickung beym Leben geblieben, haben durchsSchwerdt sterben müssen, und ihre Leiber sind in die See ge.werfen worden. Z)
§. ir. Der mystischen Bedeutung nach sind die Ein-
wohner der Phönicischen Städte Tyrus und Sidon, so fernsie dem Jüdischen Volck aussätzig gewesen, und sich oft feind.selig gegen dasselbe erwiesen haben, nach Ezech. 26,2. Amosi,9- Joel Z,4- ein gemein Bild des Antichristischen Anhangs,welcher die wahre Kirche und das Häuflein der Rechtgläu-bigen verfolget und grausamlich drücket, conf. Ps. 8z, 8-Sir.46,2 l. Insonderheit ist die Haupt-Stadt Tyrus ein garmercklich Vorbild des geistlichen Babels oder antichristischenRoms, davon uns die Offenbarung Johannis von der gros-sen Babylonischen Hure den Grund anweiset. Denn die.selbe wird also beschrieben bey ihrer geistlichen Hurerey, wel-che sie mit Unterhaltung des falschen Gottesdiensts treibet,Apoc. cap. 17. und iz. gleichwie Tyrus mit ihrer in alleWelt getriebenen Kaufmannschaft durch die Propheten be.schrieben wird, Es. 2z. Ezech. cap. r6. 27. und 28. Wennman nun den Prophetischen und Apocalyptischen Text gegeneinander hält, so kommt es vornemlich auf folgende Stückeder Vergleichung oder Uebereinstimmung an: b)
1) Nach der Lage; Tyrus lag am Meer, zur Handel,schaft, wie zu Lande in Asien, also zu Wasser nach Africa undEuropa sehr bequem, Ezech. 27, z. 4. c. 26,17. Es. 2z, 4. Al-so ist Rom von alten Zeiten her, gleichsam eine kleine Welt,und der Inbegriff aller bewohnten Theile des Erdbodens,Apoc. 17,18. lieget am Meer, und sitzt auf vielen Wassern,v. i. 15.
2) Nach ihrer Kaufmannschaft; Tyrus trieb einegrosse leibliche Handelschaft in allen Theilen der Welt, also,daß sie gleichsam der Jahrmarckt so vieler Völcker war, diedahin das Ihrige brachten und jener Waaren wiederum aus-
führe.
8) vi-I. vsp». 8yri2 p. 84.
d) Siebe v LangenS Prophetisches Licht und Recht, Esa- »z.und Ezech. c. -6. sq.