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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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Von phönicien. 699

schlagen. 5 ) Nach der Zeit sind die Phönicischen Städtenoch mancherley Elend und widrigen Zufällen unterworfengewesen, unter den Syrischen Königen, und zuletzt unter denSaracenen und Türcken, unter welcher letztem Joch sie nochitzo seufzen müssen. Es hat aber der grosse Gott bey derangedrobeten Strafe dennoch auch wiederum an seine Gnadegedacht, und von der zukünftigen Bekehrung der Einwoh-ner der Phönicischen Städte weissagen lassen, Esa. 2z, ig.Sach. 9,2. Ps. 45,1z. Ps.87,4. welches auch sattsam erfülletist. Denn es hat sich unser Heyland die meiste Zeit seinesöffentlichen Lehr-AmtS in Galiläa, unweit Tyruö und Ei-don aufgehalten, und die gantze Gegend mit dem gesegnetenSchall von seinen Predigten und Wunder-Wercken erfüllet:ist auch selbst in ihre Grentzen gekommen, Marc. 7,24. vondannen ihm viele Leute nachliefen, c.z,g. die viel williger ge-wesen, der Predigt des Evangelii Gehör zu geben, als die Ju-den ; daher auch gar bald durch den Dienst der Apostel eineansehnliche Christen-Gemeine, sonderlich zu Tyro gepflanßetworden, Act. n, 19. welche einsmals vor Paulo grossen Ei-fer der Andacht und Gottseligkeit bezeuget hat, c. ri, r - 6 . Daauch das Christenthum von Tag zu Tage zu Tyrus wuchs undzunahm,ward die Stadt zu eknemErtz-Blschösfiichen Sitz,dessen Würde nach dem Patriarchen zu Jerusalem folgere,und worunter die Bischöffe in allen andern PhönicischenStädten längst der See-Küste stunden. Was auch die al-ten Christen zu Tyro, wegen des Christlichen Glaubens fürgrosse Verfolgungen erlitten, insonderheit unter dem KayserDiocleti-rn», erhellet aus dem Zeugniß des Lulebii zu CäsareaPalästina, der die Grausamkeit selbst mit Augen angesehen,wie nemlich die Christen, nachdem sie unbarmhertziger Weisevom Haupt bis zun Fußsolen gegeißelt worden, nackend undbloß, im Gesicht vieler Menschen, in den Thier-Garken getrie-ben worden, damit sie von den wilden Thieren, als Löwen,Bären, Tygern, wilden Schweinen, Stieren und andernmöchten zerrissen und verschlungen werden. Die aber durch

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