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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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Von phönicien.

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Von LS'rttLK.oi'u oder ^üarte, einer besondern Göt-tin der Sidonier, welcher zu Ehren der König bliram zuTyrus ebenfalls einen Tempel gebauet haben soll, 2) istschon droben p.67;.lss. Erwehnung geschehen.

voni s hieß auch ein besondrer Abgott der Phöniciet,der vornemlich in der Stadt L^blus einen berühmten Tem-pel hatte, und wie die Poeten dichten, der Venus ihr Buhlesoll gewesen seyn, die ihn, nachdem ihn ein wildes Schweinauf der Jagd, am Berge Libanon und der Quelle des Flus,ses ääonis, umgebracht hatte, bitterlich beweinet, und ineine schöne Blume, Anemone genannt, verwandelt habensoll. Daher sonderlich die Weiber und das unzüchtigeManns-Volck, der Venus zu Ehren , an gewissen Fest-Tagen, den l^äonis mit vielen Thränen beweinet, und mitPfeifen oder einer Trauer - Musik beklaget; des folgendenTages aberjüber denselben, als einen wider lebendig gewor-denen, ihre Freuden-Bezeugungen angestellet. Er soll dahermit dem 1^ Livs einerley seyn, dem die abgöttischenJüden dergleichen Dienst, wie sie ihn von den Phöniciern,als ihren Nachbaren gelernet, erwiesen und so gar in denTempel des Herrn eingeführet haben, nach Ezech. 8,14. Sieheauch oben x- 613.

§. 9. Da die Phönicischen Städte eine Bundeö-Ge-nossenschaft unter sich aufgerichtet hatten , haben sie als be-sondere Republiquen jegliche vor sich in ihrer Freyheit ge-lebet, zum Theil auch wohl ihre eigene Regenten oder Königegehabt, insonderheit die von ^rvaci, lyrus und 8iäon, alsdie grössesten und vornehmsten Städte, wie denn der Königezu Tyro und der Könige zu Zidon gedacht wird, Jer.as, ar. c.27/z. doch scheinets, daß sie mehrentheils unter eines, undzwar des Königes zu Tyrus, als des mächtigsten vor allenandern, Ober-Herrschaft gestanden, wie aus dem ExempelHirams zu sehen, der nicht nur die Zidonier und Giblim, son,dern auch das ganße Gebirge Libanon, bis an ^rvgch unter sei-nem Gebiete hatte, i Reg. 5,6.9.18. und wird die «»gemeine

Pracht

e) ^olspk.l. c.