Von Phönicier. 695
Pracht und Wollust, Majestät und Herrlichkeit, Reich-thum und Macht, des Königes zu Tyro, der sich dessen sehrerhaben, von dem Propheten Ezechiel c. 28. mit lebhaftenFarben abgemahlet.
Es sind aber unter den phönicischen Röntgen beson-derö zu mercken:
1) als der erste, dessen in den alten Ge-schichten mit Namen gedacht wird, und der zu des JosuäZeiten soll gelebt haben, dessen zwey Söhne klioemx unddÄämu?, wie auch dessen Tochter Lurop-r, in den PoetischenFabeln sehr bekannt sind.
2) -v ir 1 x i. vs , der erste König zu Tyro, dey zuzei-ten Samuels und Sauls gelebet hat, und milden Philisternwider das Israelitische Reich im Bunde gestanden zu habenscheinet, Sir. 46, ri. coll. i Sam. 7,10. Ps. 8z, 8.
z) mk m, des vorigen Sohn, der mit David undSalomo gute Freundschaft gehalten, und diesem zu seinemTempel-Bau allen Zuschub gethan hat, 2Sam.;,n. i Reg»5,1 -18. Die Phönicischen Jahr > Bücher, wie ^oleplmsaus ihnen anführet, stellen diesen König als einen eifrigenGötzen, Verehrer vor, der dem Hercules und der Mgrteneue und prächtige Tempel aufgebauet hat. Allein die H.Schrift lässet uns gantz anders von ihm gedencken , wie ernemlich von dem grossen /eliovsk, dem Gott Israel, als dem ei.nigen wahren Gott, der Himmel und Erden gemacht hat,von der Jüdischen Theocratie und gantzen Religion, herrlicheErkenntniß gehabt, auch selbst als ein Jüden-Genoß sich mitvielen von seinen Leuten dazu bekannt habe, r Chron2,l i.i2.zu einem schönen Vorbilde, daß zum geistlichen Tempel desMeßiä auch viele Könige anderer Völcker, mit ihren Unter-thanen, gar willig beytreten würden, Es. 4 9,2z, Sach. 6,15.Es soll auch dieser LUr-im mit dem Könige Salomo einenbeständigen Brief-Wechsel unterhalten, und einer dem an»dern mancherley Räyel aufgegeben haben, wie vioäorus,Ulengnöer und ^ose^lius schreiben. r>)
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s) c. 4pp. I, c.