688 Von Phönicier,.
14) 6ab»Irr, heut zu Tage ^ebilee oder am Ufer des
Meers gelegen , und von der andern Seite mit der frucht,barsten Ebene umgeben; in) bis dahin sich das Gebiete derAraber erstreckte, und daher die äusserste Grenße von Phö-nicien war. Einige halten auch dieses 6abalg für daß 6e-bal oder Land der 6iblim in der Bibel, das doch droben beyLyblus gesehet worden, Ps. 8z, 8 Ezech. r?, 9.
§. s. Obgleich Phönicier, ein gar enger und schmalerStrich Landes ist , so hat es doch aus seinem Schooß sehrviele Stämme und Geschlechter, als Colonien, durch diegantze Welt zerstreuet, n) Etliche Einwohner zwar verlies-sen es durch eine strafbare Herrschsucht; andere aus eitelerNeugierigkeit andere Länder zu besehen: Viele sollen auchdurch die zum östern entstandenen Erdbeben gezwungen wor-den seyn, ihr Vaterland zu verlassen. Die meisten aberhaben sich genöthigt befunden, zur Verminderung der grosssen Menge Volcks innerhalb Landes, neue und ausländischeWohnungen für sich selbst zu suchen. Denn als das gantzeLand Canaan von den Kindern Israel, unter dem Feld-Herrn Josua, eingenommen, und die überbliebencn Ca-naniter an die See - Küste oder den am Meer gelegenenWinckel oder Gegend getrieben worden, diese aber einersolchen Menge zu klein fiel, haben sich die meisten Phönicierauf das Meer begeben, und andere Wohn - Plätze gesuchet.Sie konnten auch dieses gar leichtlich ins Merck richten,weil sie eine offene See, sichere Hafen und viel Holtz vomBerge Libanon zum SchifssBau haben konnten, über diesesauch tapfere und scharfsinnige Leute waren. Solchemnachsind die Phönicier, unter allen Völckern die ersten gewesen,welche weite Reisen zu Wasser vorgenommen, und auch alleandere in Erfahrung der Schiffarrh übertreffen haben,iReg. y, r?. 2Chron. 8, ,8. Ezech. 27. 8- 9. wie sie denneine vollkommene Herrschaft über das Meer behaupteten,und insonderheit die Tyrier und Sidonier, als die vornehm-sten Handelö-Städte der Phönicier, durch den See-Handel
aufs
m) lb. x. ,7. n) Vlil.Ospp. I. c. p.io.