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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
Entstehung
Seite
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;zo Von Egypten.

mit grosser Handel nach Tyruö getrieben worden, Es. 2z, z.'Im Monath Oktober und November wird alles gesäet, unddie Erndte geschiehet im Martio und April, daher kurh vordem Ausgang der Kinder Israel, um die Zeit des Frühlings.Lguino6tü, die Gerste und Flachs in Egypten schon geschossetund greifen anfieng, Exod.9, gi.z2.

Was sonst für Früchte in Egypten gewachsen , erhelletaus dem Murren der Jsraeliten wider Mosen , daß es ihnenan dergleichen in der Wüsten mangele, nemlich Feigen,Weinsiöcke, Granat-Aepfel,Num.2o,;. Dennsopflanßetman in den Gärten noch itzo Granat-Bäume, Pomeranzen,Citronen, Feigen, Pfersig- und andere fruchttragendeBäume; und ist nichts als Nuß-Bäume und Mandel-Bäu-me , welche in Egypten fehlen, >v) daher Jacob kein ange-nehmer Geschenck in Egypten senden konnte, von den Früchtendes Landes Canaan, als Mandeln und so Lutherus

Datteln gegeben, dadurch aber andere lieber V 7 üsse verste-hen, Gen.4Z,n. x) Wie denn auch noch heutiges Tagesganhe Schiffs-Ladungen Nüsse aus Europa, in den Häfen vonEgypten und der Barbarey anlangen, und sollen diese Nüssein dortigen warmen Landen sich viel länger gut und frisch er»halten, als bey uns. Die Feigen-Bäume insonderheitsind da in grosser Menge, und der Boden ist so gut für die-selben, daß sie in kurhem aufschießen, und einen Ueberflußibrer söffen Früchte zinsen, v) und hat man derselben vieler-ley Gattungen mit ungleicher Frucht, als : Die gemeinen;die von Fioum, d.i. von dem alten Lande Gosen, welcheihrer Vortreflichkeit wegen nach der Haupt-Stadt des Lan-des Egypten Cairo gebracht werden; die sogenannten Pha-raonis-Feigen , aus deren schönem HolH man ehemals dieMumien-Kisten verfertigte , und deren Stamm noch ihozum untersten Schiffs-Voden seiner Dauerhaftigkeit wegengebraucht wird; und dann die, so den Unsrigen ähnlich kom-men. r) Ueber diß hals noch eine Art, Adams Feigen-

Bäume,

w) x) Siehe meinen Dibl-klinke, p. Z48.

y) t>. t.uc. dritte Reise, VI. L. p. ich;- r) tb. p. 178. L p. i6S.