Von Egypren. 529
verursacht solches eine übermäßige Hihe, wovon oft schädlicheKranckheiten, auch selbst die Pest unter den gemeinen Leutenentstehen soll, g) zugeschweigen, des sich zuweilen unversehenserhebenden gewaltsamen und heißen Windes, davon die Men-schen ganH entkräftet und schier ersticket werben, r)
§. 5. Von der gantz ausnehmenden Fruchtbarkeitdes Landes Egypten, haben nicht nur viele alte Scribentenausführliche Beschreibungen hinterlassen, 8) sondern auchdie Reise-Beschreibungen der Neuern bestättigen dieses nochimmerzu, daß man hier die besten und fruchtbarsten Korn-Felder in der gantzen Welt findet, welche alles im Ueberflußhervorbringen, ohne andern Fleis und Arbeit, als daß mannur den Saamen ausstreuet, t) und trägt einerley Ackerdreyerley Früchte hintereinander, anfänglich Salat, Cucu-mern und andere Garten - Früchte; hernach Korn, Gerste,Weizen, Spelt; und nach der Erndte Melonen, auch Linsen,Bohnen und dergleichen Hülsen-Früchte mehr. Wie dennauch bekannt ist, daß wenn in andern Landen Mißwuchs undHungerö-Noth sich geäußert, Egypten nicht nur zur RömerZeiten, sondern selbst zu den Zeiten Abrahams und Josephs,andern Völckern zur Korn-Scheuer und Speise-Kammergedienet, Gen. iz, io. c. ir, 10 c. gr, i. gleichwie noch heutzu Tage das gantzeTürckische-Reich daher mit Korn und nö-thigen Lebens-Mitteln versorget wird, welches um so vielmehr zu verwundern, da außer dem Veit-, oder Nieder -Egypten, das übrige cultivirte Theil um den Nil-Strom, nichtüber s. bis 6. Meilen breit, und der gröste Theil davon fel-sicht und sandicht, folglich zum Acker-Bau unbequem ist. u)Die Schrift gedenckt des Getreides am Wasser Nilo, wo-mit
g) k.I.uc. I. c. IV. B- 261.1g.r) Siehe oben I. B. c ;. §. l;. not. m. p.ioo. 1g.r- Nach klimi Bericht I..I8. c. 10. soll ein Scheffel Korn Aus-saat ordentlich i;o. wieder geliefert haben,t) Vlä. dlouvesux dlemoires clesdlillions 1 ". VII. k>. 102. coll.
k. l-uc. dritte Reise nach der Levante- x.207. 249.
,1) dlouvesux dleiuoiresl. c. v.pz.
Dlbl- Geogr. L l