Von Indien» 469
sten, i Macc. 6, z?» im Griechischen , lucius. In denWäldern, welche zugleich das beste Holtz, so gar zum Schiff-Bau und grossen Mast-Bäumen fourniren, findet sich dasWildpcet in grossem Ueberfluß, worunter die Klmiocerows,Löwen, Tiger-Thiere, wilde Büffel, Crocodile, Affen,Zibeth- und Meer - Katzen besonders zu mercken. Dagegendie vielen Raben, Schlangen, Skorpionen, Ratzen,Heuschrecken und Fleder-Mäuse den Einwohnern zu nicht ge-ringer Plage dienen. Was endlich die Kaufmanns - Waarsn anlangt, womit der gröste Handel in und ausserhalbLandes getrieben wird, so bestehen solche vornemlich in Seide,Baum-Wolie, Ambra, Zibeth, Opium, Bezoar, Wachs,Honig, allerley kostbarem Gewürtz und Specereyen von Pfef-fer, Ingwer, Nelcken, Zimmet-Rinden, Muscat - Nüssen,Moschus, Bisam, u.d.g. imgleichen bringt man von dannendie vortrefflichsten Edelgesteine, besonders Diamante, Rubi-nen, Hyacinthen, Granaten, Smaragden, Türckis, Per-len, rc. samt demHelffenbeinund allerley kostbaren und wohl-riechenden Holtz, welches theils in Färbereyen gebrauchtwird, sonderlich das hochgehaltene Sapan-Holtz, welches demBrasilien-Holtz gleich ist, und das schon von alten Zeitenher gerühmte Eben-Holtz, damit starcker Handel getrieben»vürde, Ezech. 27,15. i Reg. ro, n.
§. 5. Die Sitten, zumal der heutigen Einwohner derIndianischen Länder betreffend, so werden dieselben meistensfür Barbaren, oder für ein dummes, rohes und wildes Volckgehalten, die gröstentheilö nackend gehen, und schwach sind,anbey der Geilheit, als einem allgemeinen Laster der Ein-wohner dieses hitzigen LÜmmin, in hohem Grad ergeben sind';daher auch als etwas besonders von ihnen angemercket wird,daß sie sehr früh heyrathen, nemlichdie Manns-Personen imeilften oder zwölften Jahr, und die Weibs-Personen nochzeitiger.
§. 6. Von der Gelehrsamkeit und Wissenschaftenhalten die Indianer nicht viel, ausser den sogenannten Bra-mmen, welche für Nachfolger der alten Brachmanen und
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