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Von Indien.
Gymnosophisten oder Indianischen Philosophen gehaltenwerden, und unter andern in der Stern-Kunst so erfahrensind, daß sie in Ausrechnung der Finsternisse keine Minutefehlen. -Sonst ist dieganhe Indianische Litteratur nach al-len Wissenschaften sehr wunderbar und unvollkommen, e)Ihre graste Kunst aber beweisen sie in Verfertigung allerleyschöner seidener Stoffe und Cakkon, wobey sie zugleich in derMahlerey und Stick-Arbeit eine grosse Geschicklichkeit ver-spühren lassen: Nicht weniger wissen sie auch mit dem Lackierenund Verarbeitung der Perlemutter und Schildkröten Scha-len , wie auch Verfertigung allerley kostbaren Gold- und Sil-ber-Arbeit, wozu sie die Edelgesteine auf eine sehr künstlicheArt zu schleifen wissen, überaus wohl umzugehen. Uebri-genö ist ihre vornehmste Nahrung die Handlung , welchefast in allen Städten sloriret.
§. 7. Die Sprache der Indianer ist nicht einerley,indem einige die Arabische, andere die Persische und Mala-barische, noch andere eine besondere Landes-Sprache reden,doch ist die so genannte Tamulische oder MalabarischeSprache die gemeineste, welche jedoch eine grosse MengeWörter und Namen mit der Persischen Sprache gemein ha-ben soll. s)
§. 8. Weil die Indianer von dem Patriarchen Eberabstammeten, nach Gen. io, 25. so ist zu vermuthen , daßdie Patriarchalische Religion in ihrer Lauterkeit und Reinig-keit sich bey ihnen fast am längsten vor andern Nationen er-halten habe, wie sie denn auch durch den Weg der Commer-cien, sonderlich bis auf des frommen Hiebs Zeiten, conssJob. 28,16. unter ihnen noch immer mehr unterhalten wer-den können; und ist merckwürdig, daß noch heut zu Tage,ihrer gröbsten Abgötterey ungeachtet, die Erkenntniß deswahren Gorres, oder eines unendlich vollkommenen We-sens, so herrlich festgestellet ist, daß man meynen sollte, sie ha-
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. c) Siehe davon Hm. I- c,-ore Abbildung des Indianische«! Chri-sten-Staats VI. B 2. Cap. K. 2; -;i. p.w. 6ri. kg.k) dsLrore l.c. c.l. §. l8-x. m.584.