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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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468 Von Indien.

§. 4, Von der Beschaffenheit und Fruchtbarkeitdes Landes Indien, können die köstlichen Waaren, welchedurch die Ost-Jndianische Handlung von bannen nach Europagebracht werden, zur Gnüge zeugen , obwol das Land nochgar vielerley Segen geniesset, dessen man durch die Hand-lung nicht so genau gewahr nimmt. Denn auf den Feldernwachst das schönste Getreide und allerley Hülsen-Früchte,Anis und Zucker-Röhre: desgleichen allerley kostbare Baum-Früchte und Obst, welches daselbst einen vortrefflichen Ge-schmack hak. Au§ den häufig darin» wachsenden t^ocus-ITIüsser» bereiten sie einen Tranck, der bey ihnen weit ange-nehmer gehalten wird, als selbst der Wein, dessen eben hiernicht zu viel wächst. In den Bergwercken findet man die

schönsten Gold- und Silber - Minen, samt den kostbarstenEdelgesteinen. Aus den Wassern bekommt man die delica-testen Fische, besonders Sardellen und eine gewisse Art vonköstlichem Laveliau, so allhier in grosser Menge angetrof-fen wird. Unter dem Feder-Vieh verdienen die schönen gros-sen Hüner und Trur-Hähne, Enten , Pfauen und pa-pogeyen einen besondern Preis, dergleichen die Schiffe Sa-lomons mitgebracht, i Reg. io, 22. wobey der IndianischenVogelnester, die an den Klippen und Ufern gefunden, undan statt eines treflichen Gewürtzeö gebraucht werden, nicht zuvergessen. Von zahmen Thieren, als Ochsen, Kühen,Schweinen, Schafen, Ziegen, Cameelen und Elephanten ha-ben sie eine grosse Menge; wobey doch an Pferden ein merck-licher Mangel verspühretwird, den man auö Persien ersetzet:Die Elephanten wissen die Indianer sehr zahm zu machen,und sich derselben zu allerley Arbeit weit besser, als wir derandern grossem Thiere zugebrauchen, und treiben ihre Königeinsonderheit mit den weissen Elephanten einen sehr grossenSraat. Die Syrischen Könige, welche sich der ElephantenimKriege hedieneten, rMacc.8,6. c. 1,1g. c.z, Z4. c.6,zo.2Macc. si,4 c. ^,2. iMacc. lk, z6. hatten zu Elephanten-Meistern, so die Bestien warteten und regiereten, gemeinig-lich Indianer, weil dieselben am besten damit umzugehen wu-