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Johann Jacob Schmidts, Predigers zu Peest und Palow, Biblischer Geographus oder vollständige Beschreibung aller in der H. Schrift benanten Länder und Städte, oder zur Geographie gehörigen Oerter und Sachen : Mit Mathematischen, Philologischen, Physicalischen, Moralischen, Politischen, Historischen und Theologisch-Mystischen Anmerckungen durchgehends versehen, wie auch mit der neuesten Geographie verglichen, und mit 15. accurat und sauber gestochenen Land-Charten erläutert
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2O2 Don der natürlichen Beschaffenheit

Bosheit an den Tag legen würde. Die den Laufder Weltverstehen, können nebst der Hand Gottes, von welcher allesherrühret, auch gar leicht natürliche Ursachen angeben, war-um ein Land gegenwärtig nicht mehr so gesegnet ist, als es vorAlters gewesen. Wer weiß nicht, wie vornemlich die gött-lichen Straf-Gerichte, z. E. Erdbeben, grausame Verwü-stung der Feinde, und ein besondrer Fluch, der noch ißo überdiesem Lande liegt, dasselbe aus einem so gelobten und geseg.rieten Lande, um der Einwohner Bosheit ivillen, in ein ver-fluchtes Land verkehret hat, conf. Joel s,z. Sach. 7,4. Dan.9,27. coll. r Pet. 2,6. Darnach sind durch die vielfältigenKriegs-Züge, welche die Christen wider die Saracenen undMuhammedaner vorgenommen, um das gelobte Land diesenwieder aus den Händen zu reisten, gar grosse und greulicheVerwüstungen und Verheerungen geschehen; zugeschweigen,wie die Streifereyen der räuberischen Araber, noch bis die-sen Tag fortdauern, und nicht gestatten, daß ein Mensch si-cher in diesem Lande reisen, vielweniger dasselbe ordentlich be-schicken oder anbauen möge. Indessen zeuget die Erfah-rung , daß, gleichwie durch Faulheit und Nachläßigkeit imFeld-Bau die besten und fruchtbarsten Ländereyen verderbet,Prov. 24, ZO. zr. Es. ;2,12. iz. also im Gegentheil ein ödesFeld, kahle Berge und wüste Felsen, noch iho durch Men-schen Fleiß und Kunst, zu lustigen Weinbergen und frucht-baren Landungen zubereitet, und sonst aufmancherley Art ge-riuhet werden können, wie denn von den arbeitsamen Sine-sern bekannt ist, daß sie keinen Fuß breit Landes unbrauchbarlassen; und auch Ivlaunärel I. c. selbst bezeuget, daß er über.all deutliche Fußstapfen angetroffen, wie die Felsen und Ber-ge im gelobten Lande ehemals mit Erde bedecket, und zumUnterhalt der Einwohner auf manche Art gebauet und frucht-bar gemacht gewesen, con 5 . Ps. 6z, iz. Ps. 72, >.6. und daßvielleicht kein Zoll breit Erde in diesem Lande liegen geblie-ben, dessen man sich nicht zur Hervorbringung einer zum Un-terhalt des menschlichen Lebens nöthigen Sache bedienet